World Open - Shaun Murphy mit Fluke im Halbfinale

Mark Selby gegen Marco Fu und Titelverteidiger Mark Allen gegen Shaun Murphy  lauten die Halbfinal-Paarungen beim World Open auf der chinesischen Insel Hainan. Shaun Murphy erreichte die Vorschlussrunde durch einen unfassbaren Fluke von Schwarz im Entscheidungsframe gegen Graeme Dott.

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Selby steht im Halbfinale.

Zwei Centuries und drei weitere Breaks von mehr als 50 Punkten spielte Mark Allen bei seinem 5:3 über John Higgins. Mark Selby profitierte bei seinem 5:1 über Alan McManus von Fehlern seines Gegners in entscheidenden Situationen, während Marco Fu bei seinem 5:3 über Mark Joyce einmal mehr mit seinem Breakbuilding überzeugte.

Der Entscheidungsframe zwischen Shaun Murphy und Graeme Dott hatte es in sich: Nach Breaks von 42 und 30 Punkten für Murphy brauchte Dott Snooker, aber er holte sich die vier Foulpunkte und war auf dem besten Weg, den Tisch abzuräumen, bis er Pink verschoss. Der Schotte lochte dann zwar Pink im zweiten Versuch, verstellte sichg dabei aber auf Schwarz und spielte safe. Doch Murphy holte sich die sieben Punkte durch den Glückstreffer und stand danach nur noch kopfschüttelnd am Tisch.

Murphy dominiert zu Beginn

Zunächst schien ein klarer Sieg von Shaun Murphy in der Luft zu liegen, der mit 3:0 in Führung gegangen war. Breaks von 70 und 126 Punkten, sein 300. Century, hatten ihm die ersten beiden Frames gebracht. Im dritten Durchgang ging Graeme Dott dann auf Maximumkurs. Doch als nach 56 Punkten Schluss war stahl Murphy den Frame noch auf Schwarz. Im vierten Frame lochte Dott wieder nur Rote und Schwarz. Dieses Mal scheiterte er nach 64 Punkten, doch mit einer 30 schaffte er noch das 1:3. Nach der Pause folgte dann die beste Phase des Schotten, der mit Breaks von 74 und 69 Punkten ausglich. Den siebten Frame holte er dann auf Pink. Mit einer 58 erzwang Murphy dann jedoch den Decider, der so kurios endete.

Mark Allen war mit einem Top-Break von 119 Punkten gegen John Higgins mit 2:0 in Führung gegangen, doch die Antwort von Higgins war eine 71 und zur Pause war mit 2:2 alles wieder offen. Nach Wiederbeginn jedoch verschaffte sich der Titelverteidiger mit Breaks von 111 und 62 Punkten wieder ein Polster von zwei Frames. Zwar verkürzte Higgins noch einmal, doch mit einer 80 beendete Allen das Match und wahrte seine Chance, diesen Titel zum dritten Mal in Folge zu gewinnen.

Selby mit selbem Schema

Das 5:1 von Mark Selby über Alan McManus erinnerte an seinen Sieg am Tag zuvor über Liang Wenbo: Selby verlor zwar den ersten Frame, nachdem McManus Pink als Cross-Double lochte, gab danach aber keinen Durchgang mehr ab. Der Engländer profitierte aber davon, dass McManus im zweiten Frame den Frameball verschoss und er auf Schwarz ausgleichen konnte. Eine 85 brachte ihn dann in Führung, und auch den vierten Frame dominierte er. Nach der Pause vergab McManus zum zweiten Mal einen Frameball. Dieses Mal glich Selby mit einer Clearance aus und holte sich auch die Re-spotted Black. Damit war der Widerstand des Schotten gebrochen. Eine 56 legte den Grundstein zu Selbys Erfolg im sechsten Frame.

Marco Fu und Mark Joyce schossen sich zunächst die Breaks um die Ohren. Das begann mit einer 77 für Joyce, es folgten Serien von 71 und 104 Punkten für Fu und nach einer 108 von Joyce stand es 2:2. Auch die ersten beiden Frames nach der Pause teilten sie sich. Die Chance auf die erneute Führung vergab Joyce, als er nach einer 59 Rot auf die Mitte verschoss und später dann auch zwei Chancen auf den entscheidenden braunen Ball nicht nutzte. Fu holte auf Schwarz das 4:3 und dominierte mit einer 57 auch den achten Frame.

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