U21-EM - Diese Fünf braucht Bundestrainer Löw

Bei der Fußball-EM beginnt die U21 ihr Projekt "Titelangriff" in Israel. Auch für Joachim Löw ist das Turnier interessant - wegen dieser fünf Talente. eurosport.yahoo.de stellt Bernd Leno, Emre Can, Lewis Holtby, Patrick Herrmann und Kevin Volland vor. Und erklärt, warum sich diese Akteure in der Zukunft Hoffnung machen dürfen.

Bernd Leno (Bayer Leverkusen)

Der Torwart von Bayer Leverkusen wurde durch den Mittelhandbruch von Frankfurts Kevin Trapp zur unumstrittenen Nummer eins der U21. Nur drei Einsätze brauchte Leno, um sich in den U21-Playoffs (1:1, 3:1 gegen die Schweiz) im Team festzuspielen. Da der Jungstar 1992 geboren ist, kann er auch bei der EM 2015 noch für die "Junioren" an den Start gehen. Es wird Lenos erstes großes Turnier. 2009 blieb er bei der U17-EM hinter dem heutigen Natonalspieler Marc-André ter Stegen zurück. Hinter Neuer sind langfristig zwei Plätze zu vergeben und hinter der Konkurrenz aus Gladbach oder Hannover muss sich der Leverkusener nicht verstecken.

Emre Can (FC Bayern München)

Bei den Bayern bislang nur Ersatz, gilt Can nichtsdestotrotz als eines der größten Talente des deutschen Fußballs. Der defensive Mittelfeldspieler gilt als vielseitig einsetzbar und kann auch auf der Position des Außenverteidigers spielen. Bemerkenswert: Can hat mit 19 Jahren bereits 36 U-Länderspiele hinter sich und könnte bei den Europameisterschaften 2015 und 2017 noch für die U21 kicken. Während der Bayern-Akteur in diesem Jahr wohl noch Ergänzungsspieler sein wird, dürfte er dann auch eine tragende Rolle spielen. Schreitet seine Entwicklung bei einem geeigneten Verein voran, ist dies eines Tages auch in der Nationalelf möglich.

Lewis Holtby (Tottenham Hotspur)

Er ist die Führungsfigur des von Rainer Adrion in Israel betreuten Teams. Als einziger Akteur hat der U21-Kapitän bereits Länderspiele gesammelt, drei an der Zahl. Aachen, Bochum und Mainz nutzte Holtby als Zwischenstationen, um die internationale Bühne zu betreten. Erst wechselte er zu Schalke 04, anschließend zu Tottenham Hotspur. Der 22-Jährige, der lange mit einer Karriere für England kokettiert hatte, ist in Europa angekommen. Holtby ist ballsicher und vielseitig, fühlt sich im Mittelfeldzentrum wohl, kann aber auch auf der Außenbahn spielen. Trotz starker Konkurrenz ist nicht einmal die WM 2014 in Brasilien außer Reichweite.

Patrick Herrmann (Borussia Mönchengladbach)

Als zweiter Spieler neben Holtby hat Patrick Herrmann eine Nationalmannschaftsnominierung vorzuweisen, zum Einsatz kam er bislang aber nicht. Bei den Junioren sieht dies anders aus. Seit der U16 hat er alle Auswahlteams durchlaufen und insgesamt 45 Länderspiele (sechs Tore) bestritten. In Gladbach hat "der Dürre", wie ihn seine Mitspieler nennen, eine starke Saison hinter sich. Herrmann ist antrittsstark, ballsicher und extrem schnell. Lange spielte er für die Gladbacher auf dem Flügel, im vergangenen Jahr auch in vorderster Front. Als alleinige "falsche Neun" scheint er aber ungeeignet. Mit seinem Potenzial ist der DFB-Kader trotzdem ein realistisches Ziel.

Kevin Volland (TSG 1899 Hoffenheim)

Hoffenheim erlebt ein ganzjährliches sportliches Tief und rettet sich erst im allerletzten Moment. Doch einer bleibt davon gänzlich unbeeindruckt: Kevin Volland. Der 20-Jährige schaffte beim TSV 1860 den Sprung zu den Profis und wechselte anschließend zur TSG in den Kraichgau. Dort kam Volland in der letzten Saison auf sechs Tore und zwölf Assists, beim Testspiel gegen Gastgeber Israel schoss er für die U21 den Siegtreffer in der Nachspielzeit. Seine Perspektive ist vor allem aufgrund der Kaderstruktur der A-Nationalmannschaft interessant. Volland ist vielseitig und kann auch in vorderster Spitze eingesetzt werden - die langfristige Problemposition des DFB.

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