WM 2013 - Deutschland mit Chaos-Sieg gegen Argentinien

Pflicht erfüllt, mehr nicht! Deutschland hat im dritten WM-Gruppenspiel den zweiten Sieg eingefahren. Gegen Panamerika-Meister Argentinien feierte die Auswahl von Bundestrainer Martin Heuberger in Granollers einen glanzlosen 31:27 (17:13)-Erfolg. Schlussmann Carsten Lichtlein avancierte in der Schlussphase mit tollen Paraden zum Matchwinner einer teilweise chaotischen Partie.

Die deutsche Mannschaft tat sich im Palacio de los Deportes - wie schon bei der Niederlage gegen Tunesien - schwer. Vor allem Diego Simonet narrte die deutsche Defensive mit klasse Aktionen und hielt seine Mannschaft somit lange im Match. Der Mittelmann warf die ersten vier argentinischen Tore.

Erst in den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte spielte sich die deutsche Auswahl frei, nutzte die argentinischen Schwächwen konsequent, und zog auf 17:13 davon. "Einiges müssen wir noch besser machen, aber die Abwehr steht gar nicht schlecht", bilanzierte Kapitän Oliver Roggisch in der Halbzeit.

Die hohe Zahl an Gegentreffern konnten den Abwehrchef nicht schocken, schließlich seien die "Argentinier keine Tunesier".

Argentinien liefert tollen Kampf

Doch auch in den zweiten 30 Minuten offenbarte die deutsche Mannschaft - ebenso wie die Zeitmessanlage in der Halle - einige Schwächen. Sieben Minuten vor dem Ende war Außenseiter Argentinien wieder auf 23:25 herangekommen. "Grundlage ist weiter unsere Abwehr, da müssen wir wieder stabiler werden", ermahnte Heuberger seine Profis in der Auszeit.

Während die streikende Zeitnahme für Verwirrung an der Seitenlinie sorgte, tat es die argentinische Mannschaft in der deutschen Defensive. Mit einem guten Schlussmann Carsten Lichtlein, der für Silvio Heinevetter gekommen war, rettete die DHB-Auswahl den Erfolg aber über die Zeit.

Lichtlein: Keine Torwart-Diskussion

Trotz der knappen Angelegenheit zog Heuberger ein positives Fazit. "Ein toller Fight über die vollen 60 Minuten, die Mannschaft hat sich den Sieg redlich verdient. Mit der Abwehr bin ich zufrieden, das Tempospiel war hervorragend", so der Bundestrainer.

Gewohnt bescheiden gab sich Lichtlein: "Ich habe meine Einsatzzeiten gut genutzt. Aber wir sind ein Team mit zwei guten Keepern", wollte der Routinier von einer Torwart-Diskussion im deutschen Kader nichts wissen.

Quizaction - Testen Sie Ihr Sportwissen