Williams bestätigt: Wolff bleibt Entwicklungsfahrerin

Was Susie Wolff nach dem Mercedes-Wechsel ihres Ehemannes Toto Wolff in Richtung Mercedes bereits über Twitter angekündigt hatte, macht Williams jetzt offiziell: Die Schottin bleibt Entwicklungsfahrerin beim Traditionsteam von Frank Williams und wird den Meldungen nach ihre Rolle sogar ausbauen. Die 2012 zum Rennstall gestoßene ehemalige DTM-Pilotin wird 2013 neben vermehrten Simulatorfahrten auch eine größere Einsatzzeit im FW35-Boliden bekommen.

Wolff wird zudem die Ehre zuteil, als erste den 2013er-Williams auf die Strecke schicken zu dürfen - allerdings nicht bei den ersten offiziellen Testfahrten in Jerez, die das Team noch mit dem Vorjahresmodell angehen will. Stattdessen soll die Schottin im nächsten Monat Entwicklungsfahrten auf der spanischen Testanlage Idiada, die häufig für Geradeaustests genutzt wird, durchführen.

"Susie hat sich als wertvolle Ergänzung zu unserem Fahreraufgebot bewiesen", lobt Technikdirektor Mike Coughlan die 30-Jährige Entwicklungspilotin. "Ihr Feedback in den Simulatortests ist unübertroffen", erklärt der Brite die Gründe für die weitere Zusammenarbeit. "Deswegen werden wir ihre Rolle in dieser Saison auch vergrößern. Ich freue mich auf den Fortschritt, den wir durch ihren Input in Verbindung mit Pastor und Valtteri (die Williams-Stammfahrer Maldonado und Bottas; Anm. d. Red.) erzielen können."

Für Wolff steht trotz des Abgangs ihres Ehemannes fest, dass sie weiter beim Team bleiben will: "Ich genieße meine Zeit bei Williams sehr und fühle mich hier zuhause. Das letzte Jahr lieferte eine wertvolle Erfahrung und ich habe mich dadurch sehr entwickelt. Der Ausbau meiner Rolle wird dies noch weiter verstärken und ich kann es nicht abwarten, den FW35 im nächsten Monat das erste Mal zu fahren."

Dabei fühlt sich die Schottin als Vorreiterin in Sachen Frauen im Motorsport und glaubt, dass in Zukunft noch weitere Damen den Weg in die Königsklasse finden könnten: "Ich zeige, dass auch Frauen eine Rolle auf dem höchsten Motorsportlevel spielen können", so Wolff, die sich zeitgleich noch bei Frank Williams und dem Team für das ausgesprochene Vertrauen bedanken möchte.

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