Wilde Hockey-Party an Deck des Traumschiffs

Nach dem Gewinn der Gold-Medaille im Olympia-Turnier von London feierten die deutschen Hockey-Nationalspieler ihren Triumph ausgelassen. Auf dem "Traumschiff" MS Deutschland, mit dem das deutsche Olympia-Team nach Hause reiste, ging dabei auch etwas zu Bruch.

Nach einem kurzen Pflichtbesuch im deutschen Haus feierten die frisch gebackenen Olympiasieger, einem Bericht der "Hamburger Morgen Post" zufolge, mit ihren Familien und dem Verbands-Tross, insgesamt rund 300 Personen, auf dem Kreuzfahrtsschiff.

Mit nackten Oberkörpern und lautstark gegrölten Karnevals-Klassikern soll es bis tief in die Nacht gegangen sein. Auch als die Schiffsbesatzung, mit Gedanken an die Lärmschutzbestimmungen im Hinterkopf, um 4 Uhr langsam für Ruhe sorgen wollte, ließ sich die Party-Gesellschaft nicht wirklich bremsen.

Erst um 5:30 Uhr zogen die Hockey-Stars von dannen und hinterließen offenbar auch Sachschäden. "Es geht schon mal ein Bier verschüttet oder ein Rotweinglas kaputt. Aber ganz so schlimm war es auch nicht", erklärte Jan Philipp Rabente, der zweifache Torschütze beim 2:1-Sieg im Finale gegen die Niederlande. "Die Mannschaft hat sich beim Kapitän entschuldigt, damit ist die Sache erledigt."

Kapitän zwischen "sehr sauer" und ganz locker

Ob Kapitän Andreas Greulich das genauso sieht? Die vierfache Kanu-Olympiasiegerin Katrin Wagner-Augustin berichtete der "Hamburger Morgen Post" jedenfalls, dass Greulich "sehr sauer" gewesen sein. "Es sind wohl einige Teile zu Bruch gegangen. Das kann schon mal passieren, wenn Herren zu viel Alkohol trinken", sagte sie vor der Abreise der MS Deutschland am Montag in Richtung Hamburg. "Hoffentlich benehmen sich diesmal alle etwas besser."

Greulich selbst nahm die Angelegenheit wenige Tage nach der Hockey-Party aber schon wieder gelassener hin. " Es war schon eine schöne Feier. Zum Schluss ist ein bisschen was kaputt gegangen, aber ich denke das kann man verschmerzen", sagte er. "Wenn man vier Jahre lang trainiert, geht natürlich auch emotional einiges los." Kaputt gegangen sei ohnehin nur "Kleinkram".

"Das sind so Sachen, die man echt verschmerzen kann. Wir waren alle auch mal jung."

Inzwischen ist die MS Deutschland mit dem deutschen Olympia-Team in Hamburg angekommen - von weiteren Eskapaden ist nichts bekannt geworden.

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