Welsh Open - Titelverteidiger Ding Junhui überragt

Titelverteidiger Ding Junhui erreichte das Achtelfinale der Welsh Open durch ein starkes 4:0 über Mark King. Nach einer 62 des Engländers brauchte Ding im ersten Frame schon Snooker, doch er holte sich die Foulpunkte und räumte die Farben zum 1:0 auf Schwarz ab. Dann ließ der chinesische Superstar Breaks von 137 und 115 Punkten zum 3:0 folgen.

Im vierten Frame reichte King eine 55:6-Führung wieder nicht: Mit einer 57er-Clearance machte Ding erneut auf Schwarz den Sieg perfekt und trifft nun in der Runde der letzten 16 auf Mark Allen.

Ohne Frameverlust blieb am dritten Tag in Newport auch Stuart Bingham bei seinem Sieg über Craig Steadman. Mit einer 82 gewann Bingham den ersten Frame, holte dann nach 0:63 auch noch den zweiten und ließ eine 127 zum 3:0 folgen.

Im vierten Frame brauchte der Premier League Champion dann mehrere Anläufe, doch Steadman konnte ihn nicht mehr gefährden. Im Achtelfinale kommt es damit mit der Begegnung zwischen Stuart Bingham und Neil Robertson zu einem weiteren Spitzenspiel.

Higginson dominiert nach Start-Schwierigkeiten

Andrew Higginson findet langsam zu seiner Form zurück. Der Finalist von 2007 schlug Michael Wasley mit 4:2. Die Führung durch Wasley glich der mittlerweile zum Bartträger gewordene Higginson mit einer 100 sofort aus, doch der 22-jährige Wasley schlug mit einer 87 zurück. Den Rest der Begegnung dominierte dann aber Higginson, der seinem Gegner in den drei letzten Frames insgesamt nur 39 Punkte überließ.

Higginsons nächster Gegner ist Judd Trump, der mit 4:3 gegen Dominic Dale förmlich in die nächste Runde stolperte. Dale schaffte nicht nur mit einer 114 gegen den nach wie vor weit unter Normalform spielenden Trump das mit Abstand höchste Break im Match, sondern führte auch bereits mit 2:0 und 3:1. In der Folgezeit vergab der Wahl-Berliner aber viele Siegchancen fahrlässig.

Mark Williams, der als einziger Waliser bisher die Welsh Open gewonnen hat, blieb dagegen auf der Strecke. Er unterlag Robert Milkins mit 1:4. Der Engländer beeindruckte mit seinen langen Einsteigern. Williams dagegen erlaubte sich gerade in entscheidenden Situationen ein paar Fehler zu viel und kann sich nun um seine Frau Jo kümmern. Die beiden erwarten nämlich ihr drittes Kind und Jo war an diesem Tag schon ins Krankenhaus gegangen, weil sich die Geburt ankündigte.

Selby kassiert bittere Klatsche

Nachdem er sich bei seinem 4:0 über Steve Davis noch sehr stark präsentiert hat, erwischte Mark Selby nun einen rabenschwarzen Tag. Gegen Joe Perry ging er mit 0:4 unter. Der "Gentleman" nahm damit erfolgreich Revanche für die Niederlage in Berlin. Nachdem Perry den ersten Frame mit einer schönen 74 geholt hatte bekam Selby im zweiten Frame fünf Chancen, in ein Break zu kommen, aber seine höchste Serie dort waren nur elf Punkte. Und das sollte auch sein höchstes Break im gesamten Match bleiben, denn in den nächsten beiden Frames bekam er nur noch insgesamt vier Zähler ab. Perry beendete das Match mit einer 111.

Mit seinem aggressivem Spiel und seiner Risikofreude kam Graeme Dott zu einem 4:2 über Fergal O’Brien. Der Ire schöpfte noch einmal Hoffnung, als er nach 0:51 noch mit einer 57er-Clearance auf Schwarz zum 2:2 ausglich. Doch mit Breaks von 68 und 48 Punkten holte sich der "Pocket Dynamo" die nächsten beiden Frames. Ricky Walden dagegen scheiterte wie auch in Berlin schon in der Runde der letzten 32. Mit 1:4 gegen Tom Ford war es sogar eine herbe Niederlage. Bis zum 2:1 für Ford war das Match sehr umkämpft, doch dann löste der mit Breaks von 68 und 72 Punkten zum zweiten Mal in dieser Saison das Ticket für das Achtelfinale.

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