Wasserspringen - Olympiasieger Mitcham litt an Depressionen

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Der australische Wassersprung-Olympiasieger Matthew Mitcham hat in seiner Biografie eingestanden, dass er jahrelang an Depressionen litt und diese mit dem Konsum von Alkohol und Amphetaminen bekämpft habe. "Ich habe etwas genommen, um mich besser zu fühlen und mich von Dingen abzulenken, die mich beunruhigt haben", zitiert der Sydney Morning Herold einen Ausschnitt aus dem Buch des Turm-Olympiasiegers von 2008.

Das Buch mit dem Titel "Twists and Turns" ("Schrauben und Wendungen") erscheint am Montag. Darin gibt Mitcham zu, dass er lange unter geringem Selbstwertgefühl gelitten habe, auch verursacht durch häufige Verletzungen. Der Drogenkonsum sei die Folge gewesen. Er habe Hilfe bei den "Narcotics Anonymous" gesucht, einer gemeinnützigen Organisation, die Drogenabhängige von ihrer Sucht befreien soll.

Mitcham hatte dem Sport 2006 schon den Rücken gekehrt, ehe er nur sechs Monate später sein Comeback feierte. In Peking sicherte er sich im letzten Durchgang vom Turm mit der höchsten Einzelwertung für einen Sprung in der olympischen Geschichte vor den hochfavorisierten Lokalmatadoren die Goldmedaille. In London verpasste er in diesem Sommer knapp das Finale der besten Zwölf.

Erst vor einem Monat hatte Mitchams Landsmann Ian Thorpe in seiner Biografie eingestanden, während seiner Karriere als Leistungsschwimmer unter schweren Depressionen gelitten und massiv Alkohol konsumiert zu haben.

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