Transfers - Sahin: Verlorener Sohn vor Heimkehr?

Die Rückkehr des Winters wird immer wahrscheinlicher. Borussia Dortmund steht nach Informationen der "Sport Bild" kurz davor, den "verlorenen Sohn" Nuri Sahin wieder aufzunehmen. Der 24-Jährige fühlt sich beim FC Liverpool, wohin ihn sein Arbeitgeber Real Madrid ausgeliehen hat, nicht mehr wohl. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke schwärmt: "Ein Superfußballer."

Sahin fühle sich nur wohl, "wenn eine Mannschaft um ihn herum gebaut wird. Wenn er den anderen vertrauen kann", so Watzke weiter. Bei Borussia Dortmund hatte er diese Bedingungen vorgefunden.

Im Jahr 2000 fing der Mittelfeldspieler in der schwarz-gelben Jugend an, 2011 feierte er mit den BVB-Profis die Meisterschaft. Und nun die Rückkehr?

Es deutet viele darauf hin. Liverpool-Coach Brendan Rodgers setzte Sahin in der Premier League bislang nur siebenmal ein, um ihn dann jedes Mal wieder auszuwechseln.

Probleme mit Gerrard?

Der ehemalige Bundesliga-Star konnte sich bei den "Reds" bisher nicht durchsetzen, auch deshalb, weil ihn Rodgers auf zig Positionen einsetzte. Zeit, sich auf seiner "6" einzuspielen, bekam er nicht. Außerdem soll das Verhältnis zu Superstar Steven Gerrard angespannt gewesen sein.

Pech hatte Sahin bei Real Madrid. 2011 wechselte der türkische Nationalspieler zu den "Königlichen". José Mourinho war von den Qualitäten des Bundesliga-Stars überzeugt, doch eine Verletzung warf den Supertechniker weit zurück - zu weit. Daher gab Real Sahin zu Saisonbeginn auf Leihbasis an den FC Liverpool ab.

Doch bei den "Reds" läuft es überhaupt nicht, Platz acht in der Liga und 21 Punkte Rückstand auf Tabellenführer Manchester United sorgen für Katerstimmung an der Anfield Road. Der 18-fache englische Meister ist derzeit bestrebt, die hohen Personalkosten zu senken. Joe Cole hat bereits die Koffer gepackt und kehrt zu seinem Ex-Verein West Ham United zurück.

"Es muss realisierbar sein"

Sahin könnte nun denselben Weg einschlagen und ebenfalls zu seinem Ex-Verein zurückkehren. "Wenn Nuri sagt, er will nichts anderes, als in Dortmund zu spielen, dann beschäftigen wir uns mit dem Thema. Aber es muss realisierbar sein", hatte Dortmunds Manager Michael Zorc im Gespräch mit der "Bild" erklärt.

Doch hinter der Realisierbarkeit steht noch ein Fragezeichen. Dortmund müsste den Wochenverdienst Sahins, der laut "Daily Mail" bei knapp 86.000 Euro liegt, stemmen. Das letzte Wort aber hat ohnehin Real Madrid, denn Sahin hat beim spanischen Hauptstadt-Klub noch einen Vertrag bis 2017.

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