Transfers - Kreuzer bestätigt: Son zu Leverkusen

Oliver Kreuzer, neuer Sportdirektor des Hamburger SV, muss die Saison 2013/2014 ohne den Stürmer Heung-Min Son bestreiten. "Wir denken, dass der Transfer in den nächsten Tagen zustande kommt. Ich gehe davon aus, dass es für Son nach Leverkusen geht", sagte Kreuzer. Der Südkoreaner soll beim Werksklub Nationalspieler André Schürrle ersetzen, der vor einem Wechsel zum FC Chelsea steht.

Der finanziell angeschlagene HSV kassiert für den Verlust von Son wohl eine Entschädigung von rund zehn Millionen Euro. "Er ist ein wichtiger Spieler, aber wir müssen auch die wirtschaftliche Verhältnismäßigkeit im Blick haben", sagte Kreuzer, der in Hamburg mit einem Dreijahresvertrag ausgestattet worden ist. Im Gegensatz zu dem neuen Manager glaubte der 1,83 m große Angreifer wohl nicht mehr an das Projekt beim HSV - vergeblich kämpfte der HSV zuletzt darum, dass Son seinen 2014 auslaufenden Vertrag verlängert.

Als Ersatz für den Asiaten will Kreuzer nach Absprache mit Trainer Thorsten Fink einen erfahrenen Angreifer sowie einen Nachwuchsspieler verpflichten. Im Gespräch sollen Nils Quaschner (19 Jahre, Hansa Rostock) und Tom de Sutter (27, RSC Anderlecht) sein. Außerdem soll noch ein spielstarker Innenverteidiger verpflichtet werden. Insgesamt sollen die Gehaltskosten bei den Norddeutschen auf unter 40 Millionen Euro pro Jahr gesenkt werden.

Keine Zukunft für Berg, Tesche, Kacar

Deshalb möchte sich der Klub unbedingt von mehreren teuren Ergänzungsspielern trennen. Kreuzer stellte erneut unmissverständlich klar, dass die klammen Hanseaten ihre Ladenhüter Marcus Berg, Robert Tesche und Gojko Kacar abgeben wollen. "Wir möchten nicht, dass diese Spieler beim Trainingsauftakt Anfang Juli dabei sind", sagte der Vater zweier Söhne, "es ist für beide Seiten besser, wenn man sich trennt. Ich hoffe auf die Einsicht der Spieler, dass es keinen Sinn macht, ihre guten Verträge auszusitzen. Keiner läuft gerne ein Jahr durch den Wald."

Auch die Effizienz der Talentförderung steht bei den Hamburgern auf dem Prüfstand. "Der HSV investiert jedes Jahr viel Geld in seine Nachwuchsabteilung, da sollten wir es hinkriegen, dass ab und an ein Spieler den Sprung zu den Profis schafft", sagte der Nachfolger des gescheiterten Frank Arnesen - und verabschiedete sich schon wieder an seinen neuen Schreibtisch.

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