Transfers - Guardiola-Wechsel zum FC Bayern fix?

Ist der Trainerwechsel des Jahres schon beschlossene Sache? Der heiß umworbene Pep Guardiola soll sich mit dem FC Bayern einig sein. Dies behauptet zumindest der TV-Sender "Sky Italia" und heizt damit die Gerüchteküche um den Spanier wieder mächtig an. Denn zuletzt schien fast sicher, dass der frühere Erfolgscoach des FC Barcelona nach seiner Auszeit einen Klub in England übernehmen würde.

Britische Medien hatten gar schon verkündet, Guardiola hätte sich bereits entschieden und werde nicht in London beim heftig um ihn buhlenden FC Chelsea, sondern in Manchester sein nächstes Amt antreten.

Dabei lösten sich aber die Meldungen, der umworbene 41-Jährige sei sich wahlweise mit City bzw. United einig, fast im Tagestakt ab.

Um den FC Bayern, an dessen Interesse an Guardiola kein Zweifel besteht, war es derweil still geworden. Verdächtig still?

Der Knalleffekt der Behauptung von Gianluca Di Marzio, Sky-Transferexperte in Italien, könnte zumindest kaum größer sein. Doch Alessandro Brunetti von Eurosport Italia warnt davor, die Aussage zu ernst zu nehmen, "das sind wahrscheinlich nur Gerüchte", kühlt er die aufgeheizte Diskussion ab. Insbesondere sei es doch noch sehr früh, von einer offiziellen Einigung zu sprechen, gibt er zu bedenken - selbst wenn Guardiola mit dem FCB in engen Verhandlungen stehen würde.

Die Münchner wollten die Gerüchte am Dienstag nicht kommentieren. "Ich kann dazu nur sagen, dass wir die gesamte Situation immer sehr souverän gehandhabt haben", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge: "Wir haben nie zu einem Gerücht - sei es aus England oder Italien gekommen - Stellung bezogen und werden das auch jetzt nicht tun." Im März werde Rummenige mit Heynckes über dessen Zukunft reden, erst dann der weitere Weg festgelegt. Die Gespräche sollen laut "kicker" aber nun bereits im Januar stattfinden und nicht wie zuvor angekündigt erst im März.

Einfach abtun sollte man die Meldung aber nicht, selbst wenn Transfergerüchte in Italien fast ein Nationalsport sind. Denn immerhin berichtet die Münchner Tageszeitung "tz" über einen Besuch des engsten Guardiola-Beraters mit den Spitzen des Rekordmeisters. "Vor kurzem" habe sich Josep Maria Orobtig mit Abgesandten des FC Bayern getroffen.

Entscheidung noch im Januar

Zwar dementierte der Spanier diese Meldung gegenüber der "Bild" - doch Nebelkerzen gehören bei solchen Geschäften zur absoluten Grundausstattung. Und Di Marzio wiederum berichtet, die Einigung zwischen den Münchnern und Guardiola sei in New York erzielt worden, wo dieser den Großteil seines "Sabbatjahres" verbringt - und angeblich dort noch bis März Angebote sondieren wolle.

Der "kicker" führt derweil an, dass die Münchner "noch im Januar" die schwelende Diskussion über ihren Trainer vom Tisch haben wollen. "Amtsinhaber" Jupp Heynckes äußerte sich zuletzt nur noch, er habe sich schon mit seiner Frau über das Thema unterhalten. Das lässt von einer Vertragsverlängerung, ob im Zusammenspiel mit Guardiola oder nicht, bis zum Ende seiner erfolgreichen Karriere alles offen.

Entsprechend heftig wird spekuliert - plötzlich sollen auch die Chancen von Nachwuchs-Coach Mehmet Scholl laut "kicker" wieder rapide gestiegen sein. Geraunt wird daneben auch über eine dauerhafte Rückkehr von Roberto di Matteo in jene Stadt, in der er mit Chelsea seinen größten Erfolg feierte.

Sicher scheint indes aktuell aber nur, dass der FC Bayern eine "Superlösung präsentieren" werde - so die von Matthias Sammer höchstselbst ausgegebene Losung.

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