Transfers - Dortmund wird bei Eriksen konkret

Das Interesse von Borussia Dortmund an Christian Eriksen von Ajax Amsterdam scheint größer als vermutet. "Jürgen Klopp hat mich angerufen und zur Meisterschaft gratuliert. Dabei hat er sich auch nach Christians Form erkundigt", verriet Trainer Frank de Boer nach dem letzten Meisterschaftsspiel. "Es ist utopisch, davon auszugehen, dass die Mannschaft zusammenbleibt", sagte der Ajax-Coach.

"Ich kann mir kaum vorstellen, dass er bei Ajax bleibt", so de Boer.

Der 21 Jahre alte dänische Nationalspieler gewann unter de Boer dreimal in Folge den nationalen Titel. Eriksen spielt seit 2009 bei Ajax, sein Vertrag läuft bis 2014. Der Mittelfeldspieler verriet nach dem Abpfiff, gerne bei einem Klub wie Borussia Dortmund spielen zu wollen.

Als weiterer Kandidat für das offensive Mittelfeld, in dem nach dem bevorstehenden Wechsel von Mario Götze zu Meister Bayern München ein Ersatz gesucht wird, ist Heung-Min Son vom Hamburger SV im Gespräch. Nach Informationen des "kicker" hat der BVB vor drei Wochen auch bei Shinji Kagawa nachgefragt, ob er sich eine Rückkehr von Manchester United nach Dortmund vorstellen könne. Doch das scheint nach dem Gewinn der englischen Meisterschaft derzeit kein Thema zu sein.

Es gibt auch Spekulationen um ein BVB-Interesse am brasilianischen Offensivspieler Bernard (20) von Atletico Mineiro, dem kolumbianischen Angreifer Jackson Martinez (26) vom FC Porto und Kevin de Bruyne (noch vom FC Chelsea an Werder Bremen ausgeliehen).

Klopp beruhigt angstvolle Fans

"Wir haben wirklich viele gute Jungs, mit denen wir uns beschäftigen. Ich kann allen nur versichern: Wir werden auch im nächsten Jahr eine sehr, sehr gute Mannschaft haben. Und wir werden einen dieser Mannschaft entsprechenden Fußball spielen, der unter Umständen etwas anders aussieht als in diesem Jahr", stellt Klopp im "kicker" klar.

Konkret bedeutet das laut dem 45-Jährigen: "Es wird wieder mehr Richtung Spiel gegen den Ball gehen. Weniger Dominanzfußball." Das oberste Ziel sei es, "dramatisch weniger Gegentore zu kassieren. Wir wollen dafür sorgen, dass Stabilität im nächsten Jahr einen noch höheren Stellenwert erhält."

Gleichzeitig beruhigt Klopp die Fans, die nach dem Weggang von Götze und wahrscheinlich Robert Lewandowski einen Zusammenbruch fürchten: "Du musst eine Gruppe verändern. Natürlich lösen Veränderungen auch Unsicherheiten aus, aber wir sind zu stabil, um nachhaltig darunter zu leiden."

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