Transfers - BVB: Neue skurrile Transfer-Posse

Erst Lewandowski und jetzt das. Einfach mal einfach geht wohl nicht beim BVB. Pierre Emerick Aubameyang macht zwar die Ausnahme und befindet sich im Anflug auf Dortmund. Doch der Poker um Henrich Mchitarjan entwickelt sich zur neuen schwarz-gelben Transfer-Posse. Das Problem: die Währung und ein pikanter Passus im Vertrag des potenziellen Götze-Nachfolgers.

Der ukrainische Double-Gewinner Schachtjor Donezk hatte den 24-Jährigen im Sommer 2010 vom Stadtrivalen Metallurg für einen hohen einstelligen Millionenbetrag verpflichtet, sein Vertrag läuft noch bis Juni 2015. Doch Mchitarjan will unbedingt weg.

Das erste Angebot des BVB hat sein amtierender Arbeitgeber aber abgelehnt. Schachtjor würde ihn aber durchaus gerne verkaufen – allerdings nur auf eine "zivilisierte Art und Weise", orakelt Sergei Palkin gegenüber der Sportseite "football.ua".

Um herauszufinden, was Schachtjors Geschäftsführer damit meint, benötigt man weder "Prism" noch "Tempora". Es geht, wen wundert’s, einfach nur ums schöne Geld.

Pikante Klausel im Vertrag

Borussia Dortmund hatte mit seinem ersten Angebot zwar die aufgerufene Ablösesumme in Höhe von 30 Millionen bedient, allerdings in Dollar, nicht in Euro. Diese 23 Millionen Euro sind Schachtjor zu wenig.

Interessanterweise sind es aber genau jene 23 Millionen Euro, oder eben 30 Millionen Dollar, für die sich Henrich Mchitarjan selbst aus seinem Vertrag kaufen könnte. Da es sich dabei um keine Ausstiegsklausel handelt, kann der BVB den Betrag auch nicht einfach selbst überweisen.

Schachtjor stellt sich deshalb selbstbewusst mit breiter Brust und verschränkten Armen vor seinen Spieler und erwartet, dass Dortmund den Scheck auf "zivilisierte Art und Weise" ausfüllt.

Tricksen klappt nicht

Mit einem Transaktionsdoppelpass wird sich Klub-Boss Palkin dabei auch nicht austricksen lassen. Eine Überweisung auf das Konto des 24-Jährigen dürfte nämlich aus steuerrechtlichen Gründen zum Dortmunder Eigentor werden.

Und so kommt es Donezk als Druckmittel durchaus entgegen, dass neben der Borussia nun auch der FC Liverpool Interesse an Mchitarjan zeigt.

Erfolg weckt eben Begehrlichkeiten. Und ein Champions-League-Finalist bekommt auf diesem überhitzten Transfermarkt ohnehin nichts geschenkt. Schachtjor erbringt den Beweis und sitzt am längeren Hebel.

30 Millionen Euro, oder 25,5 Millionen Pfund, Donezk ist das egal. Hauptsache es wird "zivilisiert" bezahlt – passend also.

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