Tennis - Kerber am Ende, Barthel ohne Mühe

Angelique Kerber ist beim Turnier im australischen Brisbane im Viertelfinale ausgeschieden. Die Weltranglistenfünfte aus Kiel unterlag der Russin Anastasia Pawljuschenkowa 6:7 (3:7), 6:7 (3:7). Mona Barthel steht hingegen im Halbfinale des Turniers in Auckland. Die Neuseeland an Position acht gesetzte Weltranglisten-39. gewann gegen Johanna Larsson (Schweden) 6:2, 6:1.

Damit "rächte" Barthel für die Niederlage ihrer Fed-Cup-Kollegin Julia Görges gegen die Schwedin in der Runde zuvor.

Im Halbfinale trifft die 22-Jährige auf die an drei gesetzt Belgierin Yanina Wickmayer.

"Ich freue mich, dass heute alles so gut geklappt hat. Es war ein besonders schönes Erlebnis, auf diesem Centercourt zu spielen. Er ist sehr schön, und die Leute, die unter den Sonnenschirmen sitzen und essen, verleihen diesem Court seinen besonderen Charme", so Barthel.

Ebenfalls um den Einzug ins Endspiel beim mit 235.000 Dollar (ca. 179.000 Euro) dotierten Vorbereitungsturnier auf die Australian Open (14. bis 27. Januar) spielt Wimbledonfinalistin Agnieszka Radwanska (Polen) gegen Jamie Hampton (USA) oder Kiki Bertens (Belgien).

"Kerber wird sich steigern"

Für Bundestrainerin Barbara Rittner ist Kerbers Aus kein Problem. "Angie hat ein ganz enges Match verloren, aber insgesamt drei Matches gehabt. Sie wird sich weiter steigern", sagte Rittner. Noch sind es elf Tage bis zu den Australian Open in Melbourne (ab 14. Januar). Genug Zeit also, für das erste Saison-Highlight in Form zu kommen.

"Mona scheint den Jahresauftakt zu lieben und schon wieder in Hochform zu sein. Das ist toll zu sehen", sagte Rittner. Bereits im vergangenen Jahr hatte Barthel auf sich aufmerksam gemacht und als Qualifikantin das Turnier in Hobart/Tasmanien gewonnen. Es war Barthels erster und bisher einziger Erfolg auf der WTA-Tour.

Pawljuschenkowa, die zuvor bereits die frühere Wimbledonsiegerin Petra Kvitova (Tschechien) ausgeschaltet hatte, trifft nun in Brisbane auf "Lucky Loser" Lesia Tsurenko (Ukraine). Im zweiten Halbfinale spielt die topgesetzte Wiktoria Asarenka (Weißrussland) gegen die Weltranglistendritte Serena Williams (USA).

Beck knapp vor Coup

Ihr erstes Halbfinale auf der WTA-Tour verpasste unterdessen Nachwuchshoffnung Annika Beck. Die 18-Jährige aus Bonn unterlag im chinesischen Shenzhen der Lokalmatadorin Peng Shuai 6:2, 5:7, 2:6. Dabei schlug Beck bei 5:4 im zweiten Satz bereits zum Matchgewinn auf, musste sich letztlich jedoch der Erfahrung der acht Jahre älteren Chinesin beugen.

Diese verwandelte nach 2:17 Stunden ihren ersten Matchball und trifft bei dem mit 500.000 Dollar (ca. 380.000 Euro) dotierten Turnier nun auf ihre topgesetzte Landsfrau Li Na. Das zweite Halbfinale bestreiten Klara Zakopalova (Tschechien) und Monica Niculescu (Rumänien).

Für Beck, amtierende Junioren-Siegerin der French Open, war es dennoch ihre bislang beste Woche auf der WTA-Tour. Auch Fed-Cup-Chefin Rittner war zufrieden mit der Weltranglisten-78. - wie mit dem ganzen Team: "Alle sind gut in die Saison gestartet. Außer der armen Petko." Die einst beste deutsche Tennisspielerin kuriert ihren Meniskusriss aus, den sie sich beim Hopman Cup im australischen Perth zugezogen hatte.

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