Tennis - Barthel bereut Fed-Cup-Absage nicht - steht bereit

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Tennisprofi Mona Barthel bereut ihren Fed-Cup-Verzicht Anfang Februar nicht und steht offenbar für das Aufstiegsspiel gegen Serbien (20./21. April) bereit. "Die Absage tut mir nicht leid. Ich brauchte nach Paris etwas Ruhe und hatte auch deshalb die Entscheidung getroffen. Die war auf jeden Fall richtig", sagte die Weltranglisten-27. im Pressedienst ihres Klubs TC Blau-Weiß Bocholt und erklärte: "Ich habe Teamchefin Barbara Rittner ja nicht für alle Zeiten einen Korb gegeben. Warten wir ab, was im April kommt, wenn das nächste Match ansteht."

Barthel hatte für das Erstrundenspiel der Weltgruppe II gegen Gastgeber Frankreich (3:1) Anfang Februar abgesagt, weil ihr der Termin und der Sandbelag in Limoges nicht in die Planungen passten. Dies hatte im Team für Irritationen gesorgt. "Ich konnte Monas Entscheidung nicht verstehen. Wenn ich für mein Land spielen kann, bin ich stolz darauf", sagte beispielsweise Julia Görges (Bad Oldesloe).

Rittner indes hatte darauf verwiesen, dass Mona Barthel "eine Option" bleibe. "Sie gehört zu dem Pool an Spielerinnen, die in Frage kommen. Ich will da neutral rangehen", meinte die Teamchefin.

Auf der WTA-Tour verzichtete Barthel bislang auf einen festen Coach und setzte auf Mutter Hannelore als Ratgeberin. Dies soll wohl auch erst einmal so bleiben. "Ich muss das Gefühl haben, dass mir ein Trainer auch wirklich weiterhilft", sagte die 22-Jährige.

Allerdings arbeitet Barthel seit einigen Wochen mit dem Trainerpool von Robert Orlik aus Köln zusammen. "Das Team betreut auch Annika Beck und Björn Phau, und wir starten alle zusammen in Indian Wells. Mal sehen, wie es danach weitergeht", meinte Barthel, die im Februar überraschend das Hallenturnier in Paris gewonnen hatte. Es war ihr zweiter Turniersieg nach dem Erfolg von Hobart 2012.

Barthel ist im WTA-Ranking hinter Angelique Kerber (6.) und Julia Görges (24.) derzeit die drittbeste deutsche Spielerin. Die Fed-Cup-Partie gegen Serbien wird voraussichtlich in Stuttgart stattfinden, da am 22. April das WTA-Turnier in der Schwaben-Metropole startet. Mit einem Sieg würde das DTB-Quartett wieder zur Weltgruppe I der besten acht Mannschaften zählen.

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