Tennis - Altenburg hofft auf "Klein-Wimbledon"

-

Die Gerry Weber Open in Halle/Westfalen sind das erfolgreiche Vorbild, ab 2015 soll das ATP-Turnier in Hamburg nachziehen. "Wenn wir schon nicht Wimbledon haben können, dann soll Deutschland wenigstens der Hauptstandort für eine Vorbereitungsserie auf Wimbledon werden", sagte Karl Altenburg, Präsident des Deutschen Tennis Bundes (DTB), dem Magazin Sponsors (Februarausgabe).

Der DTB hatte die Bewerbung für ein Rasenturnier bei der Spielerorganisation ATP abgegeben, weil es in zwei Jahren zwischen den French Open und Wimbledon eine Woche Zeit mehr geben wird. Allerdings ist die Ausrichtergesellschaft des Turniers in Hamburg, Hamburg Sports & Entertainment (HSE), gegen die DTB-Pläne und möchte das ehemalige Masters-Turnier weiterhin auf Sand austragen.

Wir müssen natürlich auf unseren Vertragspartner Rücksicht nehmen. Deshalb konnten wir die Bewerbung bei der ATP nur unter Vorbehalt einer Einigung mit der HSE abgeben. Wir werden weiter versuchen, die HSE davon zu überzeugen, dass eine Veränderung eine gute Strategie ist. Das ist uns noch nicht gelungen", gab Altenburg zu.

Nachdem das Turnier am Rothenbaum 2009 den Masters-Status verloren hatte, kamen immer weniger Top-Spieler nach Hamburg. Zudem liegt die Veranstaltung zwischen Rasen- und Hardcourt-Serie ungünstig im Kalendar. Das gleiche gilt auch für das ATP-Turnier in Stuttgart. Die Organisatoren am Weissenhof haben sich ebenfalls bei der ATP beworben und wollen auf fünf Plätzen Rasen verlegen lassen. Zudem soll Gstaad in der Schweiz Interesse an der Lizenz bekundet haben.

Bislang gibt es für die ATP-Spieler nur in Halle/Westfalen, im Londoner Queen's Club, in Eastbourne und im niederländischen 's-Hertogenbosch die Möglichkeit, sich auf Rasen für Wimbledon fitzumachen.

Quizaction - Testen Sie Ihr Sportwissen