Tag 13: Medaillen in allen Elementen

Ob im Wasser, im Sand oder in der Luft - der 13. Olympia-Tag war höchst erfolgreich für deutsche Duos: Zweimal Gold für Kanu-"Pärchen", die Krönung der Beach-Volleyballer im Sand und zwei Medaillen für die Werferinnen mit ihren endlos weit fliegenden Speeren.

Am viertletzten Tag der Olympischen Spiele hat das deutsche Team seinen bisher erfolgreichsten Tag in London gefeiert.

Kanu: Der Tag begann gleich perfekt - Franziska Weber und Tina Dietze im Zweier-Kajak sowie Peter Kretschmer und Kurt Kuschela im Zweier-Canadier bescherten dem deutschen Olympia-Team in London innerhalb von einer Stunde Doppel-Gold.

Beachvolleyball: Fast 12 Stunden später dann zum Ausklang der nächste Gold-Coup: Das Beach-Duo Julius Brink und Jonas Reckermann bezwang in einem dramatischen Finale die Brasilianer Emanuel Rego und Alison Cerutti in drei Sätzen und holte das zehnte Gold für Deutschland.

Leichtathletik: Kurz danach rundeten zum Abschluss der Wettkämpfe im Olympiastadion Christina Obergföll und Linda Stahl die Bilanz mit Silber und Bronze ab. Das Speerwurfduo musste sich nur der überragenden Tschechin Barbora Spotakova geschlagen geben.

80.000 Zuschauer bejubelten zuvor den zweiten Teil der Usain Bolt-Show. Nach seinem 100 Meter-Sieg triumphierte der Jamaikaner triumphierte in 19,32 Sekunden auch über 200 Meter und holte sein insgesamt fünftes Olympia-Gold. Für den ersten Leichtathletik-Weltrekord in London sorgte David Rudisha aus Kenia, der in 1:40,91 Minuten zum Olympiasieg stürmte.

Den Dreisprung entschied Weltmeister Christian Taylor aus den USA für sich. Sein Landsmann Ashton Eaton krönte sich als Zehnkampf-Olympiasieger zum König der Athleten. Rico Freimuth, der zwischenzeitlich an dritter Stelle gelegen hatte, beendete seine Olympia-Premiere als Sechster. Während die Sprintstaffel der Damen ins Finale stürmte, erlebte Ariane-Friedrich ein Drama: Erst mit 1,93m vermeintlich für die Entscheidung qualifiziert, folgte wenig später doch das Aus.

Dressurreiten: Nach dem Gewinn der Silbermedaille im Teamwettbewerb blieben die deutschen Dressurreiterinnen im Einzel ohne Plaketten und holten damit erstmals seit 48 Jahren kein Gold im olympischen Dressur-Viereck. Helen Langehanenberg wurde mit Damon Hill hauchdünn um 0,036 Prozentpunkte geschlagen Vierte. Dorothee Schneider und Kristina Sprehe kamen auf die Plätze sieben und acht. Es siegte Charlotte Dujardin, die Gold für Großbritannien holte.

Hockey: Die deutschen Herren besiegten im Halbfinale Weltmeister Australien mit 4:2 und peilen wie 2008 in Peking Olympia-Gold an. Gegner im Endspiel am Samstag ist das Team der Niederlande.

Sportmix:

Die erste Plakette für die deutschen Schwimmer in London verpasste am 13. Wettkampftag Angela Maurer, die im Freiwasser-Rennen über zehn Kilometer in der Schlussphase den Anschluss verlor und Fünfte wurde. Christin Steuer belegte im Finale der Turmspringerinnen den siebten Platz. Maria Kurjo war als 17. des Halbfinales ausgeschieden.

Gymnastin Jana Berezko-Marggrander zeigte bei ihrem Olympia-Debüt solide Übungen mit Ball und Reifen und belegte vorerst Rang 16. Die deutsche Gymnastik-Gruppe beendete ihre Ballübung auf Platz zehn und hat ebenfalls kaum noch Finalchancen. Luis Brethauer und Maik Baier schieden nach fünf Viertelfinal-Rennen im olympischen BMX-Rennen aus.

In der Länderwertung verbesserte sich das deutsche Team mit zehnmal Gold, 16 Mal Silber und elfmal Bronze auf Platz sechs. Auch dank Gold im Frauen-Fußball und Wasserball zog das Team der USA (39 Gold - 25 Silber - 26 Bronze) nach 236 von 302 Entscheidungen im Medaillenspiegel an China (37-24-19) vorbei.

Highlight: Die Premiere des Frauen-Boxens wird besonders den Iren in bester Erinnerung bleiben: Sie feuerten ihre Volksheldin Katie Taylor in der ausverkauften Halle frenetisch an, sangen und feierten - und wurden belohnt: Die mehrfache Weltmeisterin krönte ihre Karriere mit Olympia-Gold - dem ersten für die grüne Insel seit 16 Jahren. Zum niederknien.

TV-Tipp:

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