St.Moritz - Vonn gewinnt, DSV-Quartett überzeugt

"Speed Queen" Lindsey Vonn hat den Angriff auf ihren Thron im alpinen Ski-Weltcup erfolgreich abgewehrt. Die US-Amerikanerin gewann den Super-G von St. Moritz vor der Führenden im Gesamtweltcup, Tina Maze aus Slowenien (+0,37 Sekunden), und ihrer Landsfrau Julia Mancuso (+1,01). Maria Höfl-Riesch und Viktoria Rebensburg belegten hinter der Schweizerin Fabienne Suter die Plätze fünf und sechs.

Vonn stellte damit eindrucksvoll unter Beweis, dass auch auf drehend gesteckten Super-G-Kursen mit ihr zu rechnen ist. Die US-Amerikanerin, die auch den ersten Saison-Super-G in Lake Louise für sich entschieden hatte, liegt mit 57 ersten Plätzen in der "ewigen" Bestenliste des Weltcups als Zweite nur noch fünf Siege hinter der Österreicherin Annemarie Moser-Pröll (62).

Höfl-Riesch, die mit einem Fehler bei der Einfahrt in den technischen Abschnitt etwas Zeit liegen ließ, war mit ihrer Leistung nur bedingt zufrieden. "Natürlich will ich aufs Podium fahren", so die Doppel-Olympiasiegerin. "Ich weiß, dass ich das im Moment auch drauf habe, und ich hoffe, das auch bald wieder zeigen zu können."

Richtig glücklich zeigte sich dagegen Rebensburg, die nach dem Sieg beim Weltcup-Finale 2011/2012 in Schladming ihr zweitbestes Weltcupergebnis im Super G einfuhr. "Die Verhältnisse waren richtig gut. Die Sicht ist zum Glück besser geworden. Während des Laufes habe ich eigentlich gar nicht so ein gutes Gefühl gehabt und gedacht, dass ich es jetzt irgendwie durchziehen muss", meinte die Olympiasiegerin im Riesenslalom.

Dürr mit starker Premiere

Aufgrund der zunächst schlechten Sicht und des böigen Windes im oberen Streckenabschnitt wurde der Start nach unten verlegt. Veronique Hronek, die das Rennen eröffnete, ließ sich davon nicht aus der Konzentration bringen und fuhr als drittbeste Deutsche auf Rang zwölf. Damit erfüllte die 21-Jährige die halbe Norm für die Weltmeisterschaften in Schladming.

In ihrem ersten Weltcup-Super-G überhaupt machte Lena Dürr das starke deutsche Teamergebnis komplett. Die Germeringerin fuhr mit Startnummer 45 noch bis auf Rang 13 nach vorne, eine Hundertstel hinter Hronek. Beste Österreicherin wurde Stefanie Köhle als Achte. "Ich habe mehr Super G trainiert als die letzten Jahre. Und es macht riesigen Spaß".

Gleich mehrere Favoritinnen mussten sich den komplizierten Bedingungen im Schweizer Nobel-Ski-Ort geschlagen geben. Die Schweizerin Lara Gut schied ebenso aus, wie Kombinations-Weltmeisterin Anna Fenninger aus Österreich. Deren Teamkollegin Elisabeth Görgl landete als 18. im geschlagenen Feld.

Maze wäre mit einem Sieg erst die sechste Skirennläuferin überhaupt gewesen, die in allen fünf Weltcup-Disziplinen gewonnen hätte. Dies hatten zuvor nur die Schwedinnen Pernilla Wiberg und Anja Pärsson sowie die Kroatin Janica Kostelic und die Österreicherin Petra Kronberger und Vonn geschafft.

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