Snooker - Higgins trotzt dem Favoritensterben

John Higgins ist dem Favoritensterben bei den Bulgarian Open in Sofia entgangen. Obwohl der Schotte, der zuletzt das Shanghai Masters und das siebte PTC-Turnier gewonnen hatte, in Bulgarien noch nicht die ganz große Snooker-Show abgeliefert hat, gab er auf seinem Weg ins Achtelfinale dank seines starken Matchplays nur drei Frames ab.

Nach seinem 4:0 über den Bulgaren Georgi Velichkov schlug er Barry Pinches mit 4:1 und qualifizierte sich dann durch ein 4:2 über Craig Steadman für den Schlusstag. Dabei war für Steadman durchaus mehr drin. Aber aufgrund seiner Fehlerquote schaffte er nur ein höchstes Break von 29 Punkten; zu wenig, um John Higgins zu kontrollieren.

Dabei hatte Steadman in der Runde zuvor den in Sofia eigentlich brillant gestarteten Mark Allen mit 4:1 aus dem Rennen geworfen und damit für eine der großen Überraschungen gesorgt. Schwierigkeiten hatte Steadman aber bei seinem 4:3 im Auftaktmatch gegen den Deutsch-Briten Phil Barnes. Der Wuppertaler war dank einer 68 mit 2:1 in Führung gegangen, geriet aber auf die Verliererstraße, als er auf Schwarz den Ausgleich kassierte.

Deftige Pleiten für Williams und Carter

Zu den prominenten Opfern in Sofia gehörte auch Mark Williams. Der Waliser wurde in der Runde der letzten 32 von Ben Woollaston mit 4:0 abgefertigt. Selbst ein 67er-Break von Williams reichte nicht zum Framegewinn; das Top-Break von Woollaston war eine 85. Nicht viel besser ging es Ali Carter, der in der gleichen Runde gegen Jamie Cope ebenfalls ein 0:4 kassierte. Cope feierte damit ein langersehntes Erfolgserlebnis. Cope profitierte aber davon, dass das höchste Break des "Captains" bescheidene 31 Punkte betrug.

Zu den Überraschungen in Sofia gehörte auch das 1:4 von Ricky Walden in der zweiten Runde gegen Gary Wilson, einen Amateur. Seine hochgesteckten Erwartungen konnte ebenso Shaun Murphy nicht erfüllen. Der PTC-Gesamtsieger von 2011 verlor in der zweiten Runde gegen Liang Wenbo mit 2:4 und muss nun erneut um seine Qualifikation für das Grand Final im März zittern.

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