Skispringen - Jacobsen setzt auf Frau, Schlierenzauer auf Fans

Skispringer Anders Jacobsen erhält im Kampf um den Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee Unterstützung aus der Heimat. Ehefrau Birgitte flog nach Innsbruck, um den Norweger vor Ort zu unterstützen. "Es wird schön, ihn zu sehen und innig zu umarmen. Ihn nur am Fernsehschirm zu sehen oder per Telefon zu gratulieren, ist nicht dasselbe", sagte sie.

Das Paar ist seit 2008 verheiratet und hat einen Sohn.

Nach seinen Siegen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen glaubt Jacobsen fest an seinen zweiten Gesamtsieg.

"Ich habe ein gutes Gefühl und noch viel Energie im Körper", sagte der 27-Jährige vor dem dritten Springen am Freitag (14.00 Uhr auf Eurosport und im Liveticker auf eurosport.yahoo.de) auf der Bergiselschanze in Innsbruck: "Ich kann es kaum erwarten." Jacobsen hat die Tournee bereits beim Jahreswechsel 2006/2007 gewonnen.

Schlierenzauer: "Vorfreude ist riesig"

Sein ärgster Verfolger Gregor Schlierenzauer setzt dagegen auf den Heimvorteil. "Die Vorfreude auf mein Wohnzimmer ist riesig. Den Bergisel kenne ich in- und auswendig. Das ist ein Hexenkessel", sagte der Titelverteidiger aus Österreich: "Ich bin extrem locker, und da ich schon so viel erreicht habe, kann ich gewisse Situationen gut einschätzen."

Aus dem vor der Tournee erwarteten Länderkampf zwischen Deutschland und Österreich ist längst ein Duell zwischen Jacobsen (586,3 Punkte) und Schlierenzauer (573,8) geworden. Der deutsche Vorflieger Severin Freund (Rastbüchl) liegt mit 542,7 Punkten auf Rang fünf. "Anders ist in absoluter Topform, aber er hat sicher auch das nötige Glück auf seiner Seite gehabt", sagt Schlierenzauer, der gleich eine Kampfansage in Richtung der Norweger schickte: "Auf unseren Heimschanzen werden wir geschlossen extrem stark sein."

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