Skispringen - Freund nur auf Platz 16, Schlierenzauer gewinnt

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Skispringer Severin Freund hat einen Tag nach dem dritten Weltcup-Sieg seiner Karriere eine erneute Top-Platzierung klar verpasst. Der 24-Jährige aus Rastbüchl stürzte auf der großen Olympia-Schanze von Lillehammer mit Sprüngen auf 122,5 und 131,5 Meter (243,3 Punkte) auf den 16. Platz ab und verlor das Gelbe Trikot des Gesamtführenden an Thomas Morgenstern. Bester Deutscher beim 41. Weltcup-Sieg des Österreichers Gregor Schlierenzauer (276,5) war Richard Freitag (Aue/254,8) auf dem zwölften Platz.

Nach dem ersten Durchgang lag Freund sogar nur auf dem 27. Platz. "Es gibt bessere Tage, und es gibt schlechtere Tage. Das war heute mein eigenes Verschulden", sagte der Niederbayer. Bundestrainer Werner Schuster nannte die Windverhältnisse bei seinem Vorflieger dennoch "sehr, sehr unglücklich. Die ganze Zeit war super Aufwind, er hatte dann aber leichten Rückenwind. Man sah richtig, wie er runtergefallen ist."

Erneut stark präsentierte sich der erst 17 Jahre alte Andreas Wellinger (Ruhpolding/242,1) auf Rang 17. Michael Neumayer (Berchtesgaden/238,1) und Debütant Karl Geiger (Oberstdorf/225,2) landeten auf den Plätzen 21 und 30. Hoffnungsträger Andreas Wank (Oberhof) war bereits zuvor wegen eines zu weiten Anzugs disqualifiziert worden.

Vierschanzentournee-Gewinner Schlierenzauer setzte mit seinem Erfolg die Rekordjagd auf den viermaligen Olympiasieger Matti Nykänen fort. Der Finne holte in seiner Karriere bislang unerreichte 46 Weltcup-Siege. Hinter dem Österreicher landeten Anders Fannemel (Norwegen/275,4) und Morgenstern (269,4) auf dem Treppchen.

Im Gesamtweltcup liegt Schlierenzauer nach dem Auftakt-Wochenende mit 132 Punkten hinter seinem Landsmann Morgenstern (142) auf Platz zwei. Bester Deutscher ist Freund (115) als Vierter, Wellinger (59) und Freitag (46) folgen auf den Plätzen acht und 13.

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