Ski Alpin - Stechert: "Ich hatte total Angst"

Ski-Rennläuferin Gina Stechert hat auf ihrem beschwerlichen Weg zurück in den Weltcup so manche Träne vergossen. "Es waren viele Trainingstage dabei, da habe ich geflennt, weil ich total Angst hatte", sagte die 25 Jahre alte Abfahrerin am Rande des Weltcups in St. Moritz. Nach dem dritten Kreuzbandriss im September 2011 sei ihr der Wiedereinstieg sehr schwer gefallen, sagte Stechert.

"Am ersten Trainingstag in Chile habe ich abgebremst und einen hysterischen Schreianfall bekommen, weil ich dachte: Ich kann das nicht mehr!", erzählte sie weiter.

Stechert hatte sich nach fast zweijähriger Weltcup-Pause in der vergangenen Woche mit den Plätzen 14 und 15 bei den Abfahrten von Lake Louise/Kanada auf Anhieb das WM-Ticket gesichert. "Das hatten wir so nicht erwartet", sagte DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier. Die Oberstdorferin meinte, die Trainer hätten in den vergangenen Monaten "viel Arbeit mit mir gehabt". Mitunter hätten die Betreuer sie "auch mal in den Arm nehmen" müssen. Zudem habe ihr die Arbeit mit einer befreundeten Mentaltrainerin geholfen.

Adrenalin für Comeback ausschlaggebend

Über die Beweggründe für ihr Comeback sagte Stechert: "Ich habe einen Riesenspaß am Skifahren, am Rennsport an sich. Das Adrenalin, das ich im Starthaus spüre, hat man sonst nirgendwo im Leben. Das wollte ich wieder haben und mir beweisen, dass ich es noch kann." Als sie bei den Trainings in Kanada die ersten großen Fortschritte gespürt habe, "hätte ich am liebsten zu Heulen angefangen, weil ein so großer Ballast von mir abgefallen ist, dass das Rennfahrer-Gen in mir nicht verloren gegangen ist", sagte Stechert.

Die guten Resultate von Lake Louise helfen ihr auf dem weiteren Weg zurück in die Weltspitze, sagte Stechert, die im Februar 2009 in Tarvisio bereits eine Weltcup-Abfahrt gewann: "Ich bin Rennfahrerin, ich gebe mich nicht zufrieden mit hinteren Platzierungen."

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