Ski Alpin - Krise bei den rot-weißen Alpen-Stars

Platz sechs in der Nationenwertung, gar nur Achter bei den Herren: Der Schweizer Ski-Verband hat den schlechtesten Saisonstart seiner Historie hingelegt. Doch auch beim Alpennachbarn aus Österreich ist längst nicht alles im Lot. Die ÖSV-Männer standen in dieser Saison noch nie ganz oben auf dem "Stockerl". Beim DSV bereiten dagegen insbesondere die Damen Freude.

Bitterer Saisonauftakt für die Schweiz: Nicht ein Mal haben die Herren in dieser Weltcup-Saison bislang vom Treppchen gegrüßt. Didier Defagos fünfter Rang im Riesenslalom beim Auftakt in Sölden war noch das beste Ergebnis für die Eidgenossen.

Mit lediglich 217 Punkten rangiert die Schweiz nur auf dem achten Platz in der Nationenwertung - hinter Kanada (235), hinter Schweden (224) und nur knapp vor Deutschland (206).

Besonders schwer wiegt der Ausfall von Daniel Albrecht: Der 29-Jährige stürzte beim Abfahrtstraining in Lake Louise schwer, zog sich einen Innenbandriss zu und wird mehrere Monate ausfallen. Hinzu kommen das Karriereende von Didier Cuche sowie die erneute Knieverletzung von Beat Feuz.

Sportlich sieht die Lage bei den Schweizer Frauen etwas besser aus. Bei den Damen stimmen die Resultate größtenteils, zu einem Platz auf dem Podium reichte es allerdings bislang nur einmal: Marianne Kaufmann-Abderhalden raste bei der zweiten Abfahrt in Lake Louise auf den dritten Rang.

ÖSV-Männer noch ohne Sieg

Souveräner Spitzenreiter bei den Herren (1233) sowie bei den Damen (946) ist Nachbar Österreich. Das erfolgsverwöhnte ÖSV-Team kann mit seiner Ausbeute dennoch nicht zufrieden sein: Schließlich steht erst ein Weltcup-Sieg zu Buche. Kathrin Zettel gewann den Slalom in Aspen.

Bei den Herren wollte es hingegen mit dem ganz großen Erfolg noch nicht klappen. Mit Ausnahme der Abfahrt in Beaver Creek landete zwar immer mindestens ein ÖSV-Athlet auf dem Treppchen, ganz oben stand aber stets ein Athlet aus einer anderen Nation. "Wir werden bei den nächsten Rennen couragierter zur Sache gehen müssen", gibt Österreichs Cheftrainer Mathias Berthold im "ORF" die Marschrichtung vor und erhöht den Druck auf seine Schützlinge.

Vor allem Ted Ligety machte Österreichs größter Hoffnung Marcel Hirscher (Foto) bei dessen Träumen, den ersten Saisonsieg einzufahren, immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Doch Hirscher ist sich sicher, dass er den US-Amerikaner schlagen wird - doch bis dahin könnte noch ein bisschen Zeit verstreichen. "Auch wenn es ein Jahr dauern sollte, bis ich das aufgeholt habe. Eines Tages werde ich ihn schlagen", schickt der 23-Jährige schon einmal eine Kampfansage in Richtung Ligety.

DSV-Damen überzeugen

Beim DSV-Team sind es vor allem wieder die Damen, die die Weltcuppunkte einheimsen. Mit 624 Zählern reihen sich Maria Höfl-Riesch, Viktoria Rebensburg und Co. hinter Österreich (946) und den USA (878) auf dem dritten Rang ein.

Die meisten Weltcuppunkte für die US-Damen schnappte sich die bislang überragende Lindsey Vonn (310). Jedoch liegt die Dreifachsiegerin von Lake Louise (zweimal Abfahrt, einmal Super-G) in der Gesamtwertung hinter Tina Maze (397) und Maria Höfl-Riesch (319) nur auf Rang drei.

Bei den Herren rangiert der Norweger Aksel Lund Svindal (400) an der Spitze. Platz zwei hat momentan Ligety (320) vor Hirscher (220) inne.

VIDEO - Ligety dominiert in Beaver Creek

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