Semmering - Zaubersieg für Fenninger, DSV-Asse am Podium vorbei

Anna Fenninger hat beim Weltcup-Riesenslalom am Semmering mit zwei grandiosen Läufen für einen Heimsieg gesorgt. Die Österreicherin schaffte zweimal die Bestzeit und verwies Dominatorin Tina Maze (+1,10 s) mit einer Gesamtzeit von 2:13,09 min auf Rang zwei. Tessa Worley (+1,18 s) komplettierte das Podium. Maria Höfl-Riesch (+1,67 s) und Viktoria Rebensburg (+1,91 s) belegten Platz vier und fünf.

Fenninger trotzte den widrigen Witterungsbedingungen am Zauberberg und setzte zwei Traumläufe in den Schnee. Schon nach dem ersten Durchgang hatte die Salzburgerin mit fast sieben Zehnteln Vorsprung geführt, fuhr im zweiten aber nicht auf Sicherheit sondern riskierte erneut alles.

"Ich habe aus dem Training so viel Selbstvertrauen mitgenommen, war mir so sicher. Und das braucht es, um ein Rennen zu gewinnen", meinte die Kombinations-Weltmeisterin, die von den Zuschauermassen sichtlich beeindruckt war. "Es ist sehr schwierig, alles auszublenden. Ich habe versucht, mir einzureden, dass es ein normales Rennen ist. Ich habe mich auf meinen Lauf konzentriert und es mir so lange eingeredet, bis es funktioniert hat."

Höfl-Riesch stark

Maze fuhr im sechsten Riesenslalom der Saison zum sechsten Mal aufs Podium, trauerte dem verpassten Weltcupsieg wegen eines Patzers im ersten Durchgang aber etwas hinterher. "Der erste Lauf war nicht so gut, aber ich habe einen wirklich guten zweiten gehabt", so die Slowenin. "Anna war heute unschlagbar, aber für mich war heute auch ein sehr guter Tag."

Im Gesamtweltcup würde der Vorjahres-Zweiten bereits ein 30. Platz im Slalom reichen, um noch im alten Jahr die Schallmauer von 1000 Punkten zu durchbrechen. Mit derzeit 999 Zählern hat die 29-Jährige bereits stolze 417 Punkte Vorsprung auf ihre ärgste Verfolgerin Höfl-Riesch. Die Doppel-Olympiasiegerin aus Partenkirchen erzielte mit Rang vier das beste Riesenslalom-Ergebnis dieser Saison und zeigte sich sichtlich zufrieden.

Maze stellt neuen Rekord auf

Mit dem dritten Rang hat Maze jedoch bereits einen neuen Rekord erreicht. Die bisherige Bestmarke von 955 Punkten hatte die Kroatin Janica Kostelic in der Saison 2002/2003 aufgestellt. Die dreifache Olympiasiegerin Katja Seizinger war im Winter 1997/1998 bis Silvester auf 911 Punkte gekommen.

"Die anderen drei waren eine Klasse für sich, das muss man klar sagen, deswegen ist Vierte ein bisschen undankbar, aber trotzdem ein super Ergebnis für mich", so Höfl-Riesch.

Nicht ganz ideal lief es für Rebensburg. Ein gröberer Patzer im ersten Durchgang und ein kleinerer Fehler bei der Einfahrt in den Zielhang im Finale verhinderten eine bessere Platzierung als Rang fünf. Als Fünfte gelang der Olympiasiegerin aber immerhin das beste Ergebnis am Semmering. "Ist okay, aber nicht supertoll", befand Rebensburg. Bisher war die 23-Jährige bei vier Starts vor den Toren Wiens nie über Rang neun hinausgekommen.

Hronek mit Aufholjagd

Ebenfalls mit ihrer Leistung zufrieden sein konnte Veronique Hronek vom SV Unterwössen. Zu einem Zeitpunkt, als Piste und Wetter es kaum mehr zuließen, qualifizierte sich die 21-Jährige mit der höchsten Nummer aller Finalistinnen noch für den zweiten Durchgang.

Dort fuhr sie mit der zweitbesten Laufzeit noch vom 28. auf den 18. Rang nach vorne. Dagegen hatten Lena Dürr (Germering/34.), Barbara Wirth (41.), Susanne Weinbuchner (Lenggries/46.), Simona Hösl (Berchtesgaden/48.) und Veronika Staber (Samerberg-Törwang/49.) den Sprung unter die besten 30 verpasst.

Zweitbeste Österreicherin wurde Kathrin Zettel als Siebte. Elisabeth Görgl und Michaela Kirchgasser belegten die Ränge neun und 15. Als beste Schweizerin belegte Dominique Gisin Rang 13.

Tina Maze hat einen Rekord im alpinen Weltcup aufgestellt. Mit dem dritten Rang beim Weltcup-Riesenslalom in Semmering kommt die 29-Jährige im Gesamtweltcup bereits auf 999 Punkte vom Saisonstart im Oktober bis zum Jahreswechsel. Die bisherige Bestmarke von 955 Punkten hatte die Kroatin Janica Kostelic in der Saison 2002/2003 aufgestellt. Die dreifache Olympiasiegerin Katja Seizinger war im Winter 1997/1998 bis Silvester auf 911 Punkte gekommen.

VIDEO - Fenningers Zauberlauf zum Sieg

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