Schwimmen - Lambertz neuer Chef-Bundestrainer

Henning Lambertz ist neuer Chef-Bundestrainer Schwimmen. Der 42-Jährige am Rande der Kurzbahn-WM in Istanbul vom Deutschen Schwimm-Verband (DSV) offiziell vorgestellt. Lambertz, der seine Aufgabe als Trainer am Leistungsstützpunkt Essen nach einer Übergangsphase nicht fortführen wird, erhält einen zunächst bis Ende 2016 befristeten Vertrag mit einer Option zur Verlängerung um weitere vier Jahre.

Lambertz tritt die Nachfolge des vor einem Jahr entlassenen Dirk Lange an, besitzt aber erweiterte Kompetenzen.

"Ich weiß, dass es eine schwere Aufgabe ist, an der sich vor mir schon ausgesprochen dekorierte Trainer die Zähne ausgebissen haben. Aber ich bin guten Mutes, sonst hätte ich den Job nicht angetreten", sagte der neue starke Mann der Becken- und Freiwasserschwimmer, der die schriftliche Bestätigung seiner Beförderung am Tag seines 42. Geburtstages erhalten hat.

Sein Konzept sehe nicht nur die Elitebetreuung, sondern zum gleichen Teil auch die Förderung der Perspektivathleten vor. Daher dämpfte Lambertz auch die Erwartungen: "Wir werden von der WM 2013 sicher nicht mit einem Sack voller Medaillen nach Hause kommen. Wir werden eine kleine Durststrecke überbrücken müssen, aber ich bin sicher, dass nach und nach die Erfolge kommen, die wir uns alle vorstellen."

Lob von Thiel

DSV-Präsidentin Christa Thiel lobte den eloquenten und ehrgeizigen Trainer als jemanden, "der aufgrund seiner Persönlichkeit alle mitnimmt" und meinte: "Wir haben uns bewusst für Henning Lambertz entschieden und denken, dass er für den nächsten Olympiazyklus der richtige Chef im Bereich Schwimmen ist."

Wunschkandidat der DSV-Führung soll aber Paulus Wildeboer gewesen sein. Der dänische Cheftrainer gab dem DSV jedoch einen Korb und tritt ab dem Frühjahr 2013 eine Stelle beim australischen Schwimmverband an. Weltrekordler Paul Biedermann (Halle/Saale) hatte sich zuletzt für einen ausländischen Coach als Bundestrainer ausgesprochen.

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