Schmermund holt erste deutsche Medaille

Die querschnittsgelähmte Luftgewehrschützin Manuela Schmermund hat mit Silber die erste deutsche Medaille bei den Paralympics in London gewonnen. Die 40-Jährige von der SG Mengshausen wurde im Schießen aus zehn Metern Zweite und musste sich nur der Chinesin Zhang Ciuping geschlagen geben.

Dritte wurde Nathalie Smith aus Australien. Schmermund hatte vor acht Jahren in Athen Gold gewonnen, in Peking 2008 war ihr ebenfalls mit Silber der erste Medaillen-Coup geglückt.

"Ich war nervös wie beim allerersten Mal", sagte die Hessin, die als erste Aktive in den Genuss der neuen Prämienregelung kommt und 5000 Euro für Platz zwei erhält. In einem packenden Wettkampf hatte Schmermund keine Chance gegen Zhang, die schon in der Qualifikation in den Royal Artillery Barracks paralympischen Rekord schoss. Die Deutsche lag nur auf Rang sieben. "Es war nicht so glatt gelaufen, aber ich habe alles ausgeblendet", sagte die erfahrene Schützin, die Bundestrainer Uwe Knapp nach der Aufholjagd herzlich umarmte.

Damit gab die Rollstuhl-Fahrerin den Startschuss für das junge deutsche Team, das an den elf Wettkampftagen in der britischen Hauptstadt mindestens Platz elf von 2008 wiederholen will. Damals gewann Deutschland 14 mal Gold, 25 Silber- und 20 Bronzeplaketten.

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