Radsport - "Volles Geständnis unter Eid" gefordert

Die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA hat von Lance Armstrong ein "umfassendes Geständnis unter Eid" verlangt, um Verhandlungen über eine mögliche Reduzierung seiner lebenslangen Sperre aufzunehmen. "Nur wenn er den Behörden unter Eid alles berichtet, was er weiß, kann ein solcher Prozess beginnen", sagte WADA-Generaldirektor David Howman in einem Statement.

Die WADA habe "mit Interesse" die Berichte über eine "Doping-Beichte" des ehemaligen Radstars verfolgt.

"Die WADA legt allen Athleten nahe, sämtliche Doping-Aktivitäten, in die sie verwickelt waren oder von denen sie wissen, an die betreffenden Anti-Doping-Organisationen weiterzuleiten", sagte Howman.

Armstrong war im vergangenen Jahr wegen Dopings als siebenmaliger Tour-de-France-Gewinner abgesetzt und lebenslang gesperrt worden. Zuvor hatte die US-Anti-Doping-Agentur USADA durch umfangreiche Ermittlungen systematisches Doping nachgewiesen.

Olympia-Aus für Radsport?

Dem Radsport droht bei einer Verwicklung in die Dopingmachenschaften Armstrongs möglicherweise der Ausschluss aus dem olympischen Programm. Wie der frühere IOC-Vizepräsident Richard Pound der Nachrichtenagentur Reuters mitteilte, könnte dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) keine andere Wahl als eine drastische Maßnahme bleiben, wenn Armstrong dem Radsport-Weltverband UCI eine unredliche Arbeitsweise nachweist.

"Der einzige Weg, um aufzuräumen ist, dass diese Leute sagen, 'hey, wir gehören nicht länger zu Olympia und da wollen wir zugehören, also lasst uns den Weg zurück verdienen'", sagte Pound. Der frühere Präsident der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) kritisierte zugleich die UCI für deren laschen Kampf gegen Doping.

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