Radsport - USADA gewährt Armstrong Fristaufschub

Die US-Antidoping-Agentur USADA unter Leitung von Geschäftsführer Travis Tygart hat dem gefallenen Radstar Lance Armstrong einen Fristaufschub von zwei Wochen gewährt, um mit den Doping-Jägern zusammenzuarbeiten und unter Eid auszusagen. Wie die USADA mitteilte, habe sich Armstrong mehr Zeit erbeten, um eine Entscheidung zu treffen.

Zuletzt hatte der 41-Jährige das am Mittwoch ausgelaufene Ultimatum der USADA zur Kooperation zurückgewiesen.

"Wir stehen in Konktakt zu Herrn Armstrong und seinen Vertretern und verstehen, dass er Teil der Lösung für einen sauberen Radsport sein möchte. Deshalb haben wir der Anfrage auf Fristverschiebung entsprochen", sagte Tygart. Nur im Falle einer engen Zusammenarbeit mit der USADA darf Armstrong auf die Reduzierung seiner lebenslangen Sperre hoffen. Diese hatte der Texaner im vielbeachteten Interview mit US-Talkerin Oprah Winfrey unlängst als "Todesstrafe" bezeichnet.

Unterdessen muss sich Armstrong weiteren Konsequenzen seines Dopinggeständnisses stellen. Die texanische Versicherungsgesellschaft SCA Promotions hat Armstrong auf die Rückzahlung von Prämien sowie Gerichtskosten in Höhe von insgesamt zwölf Millionen Dollar (rund neun Millionen Euro) verklagt.

SCA hatte 2005 die Tour-Prämien Armstrongs aufgrund von Dopinggerüchten zurückgehalten, ehe Armstrong die Auszahlung der Gelder gerichtlich erwirkte.

VIDEO - Reaktionen auf den "Fall Armstrong" (engl.)

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