Radsport - "Riis schadet dem Radsport"

Peder Pedersen, dänischer Vertreter im Management-Komitee der UCI, hat Bjarne Riis aufgefordert, sich zu den massiven Vorwürfen zu äußern, die zuletzt Tyler Hamilton an den Saxo-Teamchef gerichtet hat. Der US-Amerikaner hatte in seinem Buch erklärt, dass ihn Riis während seiner Zeit (2002/03) beim damaligen CSC-Team mit dem Madrider Dopingarzt Eufemiano Fuentes in Verbindung gebracht habe.

Riis und sein Rennstall seien für die Entwicklung des dänischen Radsports zwar "enorm positiv" gewesen, so Pedersen gegenüber feltet.dk.

"Aber er schweigt im Moment und wird die gegen ihn gerichteten Vorwürfe weder bestätigen noch dementieren, was sehr schädlich für den Sport und seine Glaubwürdigkeit ist", sagte der Däne weiter und forderte den Toursieger von 1996 auf: "Es ist also höchste Zeit, dass Bjarne Riis herauskommt und redet."

Riis hatte im Jahr 2007 bereits Doping während seiner aktiven Zeit zugegeben, unter anderem auch bei seinem Toursieg im Trikot des Teams Telekom. Doch auch als Teamchef sieht er sich Beschuldigungen ehemaliger Fahrer ausgesetzt. Bisher hat sich der 48-Jährige geweigert, sich dazu zu äußern.

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