Radsport - Rabobank "bestürzt und geschockt"

Die Rabobank hat sich über die jüngsten Dopinggeständnisse ehemaliger Fahrer "bestürzt und geschockt" gezeigt. Man sei davon überzeugt gewesen, dass man einen sauberen Sport unterstütze, teilte der langjährige Sponsor des gleichnamigen niederländischen Rennstalls mit. "Rabobank kam vor 17 Jahren mit Überzeugung und einer klaren Botschaft zum Radsport", hieß es in einer Erklärung.

"Die Rabobank hat immer einen sauberen Sport gefördert und vom Beginn ihrer Sponsortätigkeit an alles für eine Null-Toleranz-Politik getan." Das Finanzinstitut hatte im vergangenen Oktober seinen Rückzug aus dem Radsport angekündigt. Der Profirennstall wird in dieser Saison noch finanziell unterstützt, tritt aber unter dem Namen Team Blanco an.

Die Bank erklärte nun, sie hoffe "weiterhin zu einem sauberen Radsport beitragen zu können" und begrüßte das gemeinsame Vorgehen der niederländischen Profiteams, der nationalen Anti-Doping-Agentur, des nationalen Verbandes sowie der unabhängigen niederländischen Kommission, die einen neuen Ansatz im Anti-Dopingkampf verfolgen.

"Wenn wir gefragt werden, wird die Rabobank in ihrer Verantwortung als Sponsor vollständig kooperieren", kündigte die Bank an.

In den vergangenen Tagen haben die früheren Rabobank-Profis Thomas Dekker, Marc Lotz und Danny Nelissen sowie weitere, anonym gebliebene Fahrer über systematisches Doping berichtet. Nelissen etwa erklärte, er seit schon 1996 - damals trat Rabobank erstmals als Sponsor auf - bei der Tour de France gedopt gewesen.

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