Radsport - Lob und Superlative für Greipel

André Greipels Sprint in den illustren Zirkel brachte ihm Lorbeeren von den Radsportgrößen seiner Spezialdisziplin. "Hey Gringo, gratuliere zur offiziellen Mitgliedschaft im Klub der 100", twitterte der vielmalige Tour-de-France-Etappensieger Erik Zabel anerkennend. Und auch Sprinterkönig Mark Cavendish ließ sich nicht lumpen. "Glückwunsch, Alter", übermittelte der britische Dauerrivale.

Drei Tagessiege bei der Tour Down Under, der Erfolg beim Kriterium zuvor - Greipel erlebte einen ähnlich glänzenden Auftakt wie in vorherigen Jahren.

Nur diesmal entriss Greipel obendrein dem Australier Robbie McEwen den Titel als Rekord-Etappensieger beim inzwischen traditionellen Start in die World-Tour-Saison. 14 Etappen hat Greipel dort seit 2008 für sich entschieden, 2008 und 2010 kam der Gesamtsieg hinzu.

Für die Tageszeitung The Advertiser ist der 30-Jährige nur noch "Mister Tour Down Under" oder "André - der Gigant".

"Er hatte ja eine Straße Vorsprung"

Auch McEwen, einst einer der großen Konkurrenten Zabels und inzwischen als Kommentator für das australische Fernsehen tätig, hatte nichts als Lob für die Vorstellung Greipels übrig. "Er hatte ja eine Straße Vorsprung", sagte McEwen staunend über einen der spielerisch leicht aussehenden Erfolge des viermalige Tour-Etappengewinners.

Greipel beherrschte die, auch ohne Cavendish, sehr starke Konkurrenz scheinbar nach Belieben und war natürlich selbst rundum glücklich. "Das war eine perfekte Tour Down Under. Wir haben alle vier Sprints dominiert und können sehr zufrieden sein", sagte er.

Der Schlüssel für die aktuelle Überlegenheit des Deutschen liegt im optimalen Zusammenspiel mit seinen Teamkollegen von Lotto-Belisol. Der Sprintzug um seinen besten Freund Marcel Sieberg, den Belgier Jürgen Roelandts und Anfahrer Greg Henderson aus Neuseeland funktioniert nahezu ideal. Und ist Greipel einmal in der richtigen Position, ist er dank seiner Explosivität nicht mehr zu halten. "Die hat mir Mutter Natur gegeben".

Jetzt freut sich Greipel aber erst einmal auf ein paar Tage zu Hause, bevor die Vorbereitung auf die Klassiker des Frühjahres beginnt. Unter anderem bei Mailand-Sanremo erhofft er sich eine erneute Sternstunde.

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