Radsport - Heras bekommt Vuelta-Sieg zurück

Der spanische Bundesgerichtshof hat bestätigt, dass die Wegnahme des Vuelta-Sieges von Roberto Heras im Jahr 2005 annulliert worden sei. Der spanische Radsportbund und der Rechtsvertreter des Staates hatten gegen die Sanktion eine Rechtsbeschwerde eingelegt. Heras war auf der 20. Etappe der Vuelta a España 2005 positiv auf rekombinantes EPO (rhEPO) getestet worden.

Bereits im Juni 2011 hatte der Oberste Gerichtshof von Castilla y León festgestellt, dass die Sperre und die Aberkennung des Vuelta-Titels, der an den zweitplatzierten Denis Menchov gefallen war, wegen Unregelmäßigkeiten im Dopingverfahren ungültig seien.

"Diese Nachricht hat mich sehr gefreut. Im Juni 2011 habe ich ja schon einen großen Schritt geschafft, und ich wusste nicht, was ich mit der Beschwerde ausrichten kann. Ich hatte mir natürlich Hoffnungen gemacht, aber nicht zu sehr. Die Entscheidung war sehr wichtig für mich und ich bin sehr zufrieden, weil ich den Gewinn der Vuelta 2005 zurück habe. Ich werde es mit meiner Familie und meinen Freunden feiern", sagte Heras laut "Marca".

Heras damit Rekordhalter

"Ich habe nie aufgehört, mich als Vueltasieger zu fühlen und ich habe starke Erinnerungen an jenen Triumph, weil ich ihn mit vielen Emotionen erlebt habe, und das hat mir niemand je wegnehmen können", so der Fahrer aus Béjar, der sich in den letzten Jahren vermehrt dem Mountainbike-Sport zugewendet hat.

Der Direktor der Vuelta, Javier Guillén, hat bereits erklärt, dass es kein Problem sei, Heras in die Liste der Sieger aufzunehmen, gesetzt den Fall, es werde dem Rechtsweg gefolgt. Der spanische Radsportbund muss also der Organisation der Vuelta die Entscheidung des Bundesgerichtshofes mitteilen. Falls das geschieht, ist es der vierte Vuelta-Titel für den 38-jährigen Heras, der somit Rekordhalter wäre.

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