Radsport - Fuentes-Prozess: Manzano beschuldigt Ex-Teamchefs

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Der spanische Ex-Radprofi Jesus Manzano (35) hat seine früheren Teamchefs Jose Ignacio Labarta und Vicente Belda beschuldigt, ihn zum Doping gedrängt zu haben.

Manzano, der zwischen 2000 und 2003 für das spanische Team Kelme gefahren war, sagte am Mittwoch im Prozess um den mutmaßlichen Dopingarzt Eufemiano Fuentes mehrfach aus, er sei "gezwungen worden, mich aufzuputschen. Wenn ich die Mittel, die sie mir gaben, nicht genommen hätte, wäre ich rausgeflogen." Fuentes und seine Schwester Yolanda hätten das Doping ausgeführt.

Auf die Frage, warum er damals nicht dagegen geklagt hätte, gab Manzano an, er habe befürchtet, sein Team in Gefahr zu bringen. "Wenn ich etwas gesagt hätte, wäre ich auf der Straße gelandet und das gesamte Team im Gefängnis. Ich wollte ihnen keine Probleme machen", sagte Manzano, der schon im Jahr 2004 ausführlich die Dopingpraktiken bei Kelme beschrieben hatte.

Bei der Tour 2003 war Manzano ohnmächtig vom Rad gefallen. Auch dies führte er auf Dopinginjektionen zurück.

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