Radsport - Doping: Schleck muss warten, Russe gesperrt

Das Urteil über das Strafmaß im Dopingfall Frank Schleck fällt im Januar. Schleck, der bei der Tour positiv auf das Diuretikum Xipamid getestet worden war, hatte sich zuletzt bei einer dritten Anhörung vor dem Disziplinarausschuss der luxemburgischen Anti-Doping-Behörde verteidigt. "Ich konnte mich nochmala erklären. Ich habe nie einen Fehler begangen. Der Fall geht weiter und ist nicht beendet."

Der Tour-Dritte von 2011 war auf der 13. Etappe der Frankreich-Rundfahrt positiv getestet worden.

Später fiel auch die B-Probe positiv aus. Diuretika haben zwar keine direkte leistungssteigernde Wirkung, können aber zur Maskierung von Doping-Substanzen benutzt werden.

Nach der Bekanntgabe des Befundes durch den Weltverband UCI hatte Schlecks RadioShack-Nissan-Team den Fahrer aus dem Rennen genommen.

Sprinter für zwei Jahre gesperrt

Denis Galimsjanow vom russischen Team Katjuscha ist derweil wegen Epo-Dopings für zwei Jahre gesperrt worden. Das teilte die russische Anti-Doping-Agentur mit. Der Beginn der Sperre wird rückdatiert auf den 13. April dieses Jahres. Der Radsport-Weltverband UCI hatte Galimsjanow bereits vorläufig suspendiert.

Schon Mitte April hatte der russische Sprinter die Verantwortung für das Vergehen übernommen und auf die Öffnung der B-Probe verzichtet. "Das Katjuscha-Team hat mit dem Vorfall nichts zu tun. Kein Teammitglied wusste und konnte wissen, was ich getan habe. Es war meine persönliche Entscheidung", hatte der 25-jährige Galimsjanow damals gesagt.

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