Premier League - Ferguson: "Er hätte getötet werden können"

Nach einer Attacke im Spiel bei Swansea City gegen Stürmer Robin van Persie hat Manchester Uniteds Trainer Sir Alex Ferguson drastische Worte gewählt. Zwar kam sein Team nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Nach Schlusspfiff jedoch interessierte sich beim Tabellenführer kaum einer mehr für den Ausgang der Partie. Vielmehr erhitzte die Aktion von Swansea-Spieler Ashley Williams die Gemüter.

Van Persie wurde an der gegnerischen Strafraumgrenze zu Fall gebracht und blieb am Boden liegen. Williams schoss ihm den Ball aus kurzer Distanz an den Hinterkopf - und das sah ziemlich nach Absicht aus, obwohl der Verteidiger des Tabellen-Elften nach Schlusspfiff mit einem Lächeln erklärte, er habe den Ball nach rechts ins Aus klären wollen.

Trainer Alex Ferguson reagierte geschockt auf diese Attacke aus nächster Nähe: "Er (van Persie - d. Red.) hätte getötet werden können. Ich bin der Meinung, dass sich die FA den Vorfall genau anschauen sollte." Die FA, muss man dazu wissen, ist der englische Fußball-Verband.

Einmal in Fahrt, ließ sich Ferguson nicht stoppen: "Es war ein klares Foul. Doch der Schiedsrichter hatte mal wieder einen Tag, an dem er nichts für uns gepfiffen hat. Seine Vorstellung war einfach schockierend. Ich weiß, dass er noch ein junger Schiedsrichter ist, dennoch bin ich wirklich enttäuscht. Bei der Aktion gegen van Persie hatte er freie Sicht."

Ferguson fordert lange Sperre

Van Persie selbst stand nach der Attacke gleich wieder auf und hielt Übeltäter Williams am Trikot und später am Hals fest. Dann suchte der Holländer den Kontakt zum Schiedsrichter und forderte Konsequenzen. Daraufhin sahen beide Spieler Gelb. Die gelbe Karte gegen Williams wollte Ferguson so nicht akzeptieren: "Es war eine schändliche Aktion des Spielers und er sollte dafür richtig lange gesperrt werden. Das war die heftigste Aktion, die ich seit Jahren auf einem Spielfeld gesehen habe."

Ob Williams' Schuss zum Tod hätte führen können, ist wohl zu bezweifeln. Dennoch ist die Reaktion des für seine emotionalen Ausbrüche bekannten Manchester-Trainers nachvollziehbar. Ferguson hätte sich aber auch nicht beschweren dürfen, wenn der Schiedsrichter nicht nur Williams, sondern auch van Persie wegen dessen übereifriger Reaktion vom Platz gestellt hätte.

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