Rekord: Phelps schreibt Geschichte

US-Schwimmstar Michael Phelps ist nach dem Sieg mit der US-Staffel der erfolgreichste Medaillensammler der olympischen Geschichte. Mit seiner 19. Medaille hat er die ehemalige sowjetische Kunstturnerin Larissa Latynina hinter sich gelassen und ist damit alleiniger Rekordhalter der Spiele.

Olympiasieger in der 4x200-Meter-Staffel wurden wie vor vier Jahren in Peking die Amerikaner in 6:59,70 Minuten klar vor Frankreich und China.

US-Superstar Phelps stellte dabei den nächsten Rekord auf - vielleicht einen für die Ewigkeit. Getrübt wird die weitere olympische Bestmarke aber durch eine bittere Niederlage. Erstmals seit zwölf Jahren wurde er in London bei einem wichtigen Rennen über seine Spezialstrecke 200 Meter Schmetterling geschlagen - mit Wut im Bauch schraubte der 27-Jährige nur kurze Zeit später als Schlussschwimmer der Staffel über 4 x 200 Meter Freistil dann nicht nur die Zahl seiner Olympiasiege auf 15 hoch.

Phelps ist jetzt in den olympischen Geschichtsbüchern auch der Sportler mit den meisten Medaillen. 15 Mal Gold, je zwei Mal Silber und Bronze stehen für den Ausnahmeschwimmer in den Statistiken zu Buche - insgesamt sind das 19 Olympia-Plaketten. Die sowjetische Turnerin Latynina (9 - 5 - 4) hatte von 1956 bis 1964 insgesamt 18 Mal bei Sommerspielen auf dem Podest gestanden.

Deutschland verpasst Medaille

Die von Weltrekordler Paul Biedermann angeführte deutsche Staffel hat eine Medaille über 4 x 200 Meter nach großem Kampf knapp verpasst. Das Quartett mit Startschwimmer Biedermann, Dimitri Colupaev, Tim Wallburger und Clemens Rapp belegte in 7:06,59 Minuten den vierten Platz.

Mit einem goldenen Anschlag hat der Südafrikaner Chad Le Clos US-Schwimmstar Michael Phelps bei den Olympischen Spielen in London den erneuten Sieg über 200 Meter Schmetterling entrissen. Le Clos siegte in 1:52,96 Minuten mit fünf Hundertstel Vorsprung vor Phelps.

Dritter wurde der Japaner Takeshi Matsuda in 1:53,21 Minuten. Phelps schrieb trotz der knappen Niederlage über seine Paradestrecke Olympia-Geschichte: Mit insgesamt 19 Medaillen ist er nun gemeinsam mit der russichen Turnerin Larissa Latynina der erfolgreichste Teilnehmer bei Olympischen Spielen.

16-Jährige räumt ab

Die 16-jährige Chinesin Ye Shiwen hat bei ihrem zweiten Olympiasieg in London ihren zweiten Weltrekord verpasst. Über 200 Meter Lagen blieb die Schwimm-Weltmeisterin in 2:07,57 Minuten mehr als eine Sekunde über der seit drei Jahren bestehenden Bestmarke der Amerikanerin Ariana Kukors von 2:06,15 Minuten. Silber gewann die Australierin Alicia Coutts in 2:08,15 Minuten vor der Amerikanerin Caitlin Leverenz, die nach 2:08,95 anschlug.

Die Amerikanerin Allison Schmitt hat die Goldmedaille über 200 Meter Freistil gewonnen. Die 22-jährige Schwimmerin siegte in London überlegen in der olympischen Rekordzeit von 1:53,61 Minuten. Zweite wurde die 400-Meter-Olympiasiegerin Camille Muffat aus Frankreich in 1:55,58 Minuten vor der Australierin Bronte Barratt, die nach 1:55,81 anschlug.

Marco Koch und Christian vom Lehn haben den olympischen Endlauf über 200 Meter Brust verpasst. Der WM-Dritte vom Lehn aus Wuppertal scheiterte in London in 2:10,50 Minuten auf Halbfinal-Platz zwölf. Der Darmstädter Koch schwamm in 2:10,73 Minuten als Halbfinal-13. ebenfalls klar am Finale vorbei. "Schade, das war das Beste, was ich machen konnte", sagte Koch enttäuscht. Er wird auch von Ex-Bundestrainer Dirk Lange betreut. Als Halbfinal-Schnellster geht der britische Lokalmatador Michael Jamieson (2:08,20) in den Endlauf.

Video - Ye Shiwen schlägt hohe Wellen

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