Pferdesport - Tierquälerei: Schlimmer Verdacht bei Totilas

Die schlechten Nachrichten für das Team um das Zehn-Millionen-Pferd Totilas reißen nicht ab. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt/Main hat Ermittlungen eingeleitet, nachdem die Tierschutz-Organisation PETA Strafanzeige wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gestellt hatte. Es wurde bekannt, dass Totilas und sein Reiter vorerst aus dem Dressur-Nationalkader gestrichen wurden.

"Die Anzeige von PETA war nach Ansicht unserer Landestierschutzbeauftragten nicht unschlüssig", sagte Doris Möller-Scheu, Sprecherin der Staatsanwaltschaft, dem SID: "Sie hat das Pferd bereits begutachtet, jetzt werden Reiter und Halter angehört. Was dann passiert, wird man sehen."

Die Strafanzeige richtet sich gegen den Reiter Matthias Alexander Rath sowie gegen die Besitzergemeinschaft mit Ann Kathrin Linsenhoff, Paul Schockemöhle und Klaus-Martin Rath. Die Tierschutzorganisation wirft dem Totilas-Clan vor, bei dem "Wunderhengst" die umstrittene Trainingsmethode der so genannten Rollkur anzuwenden.

Dabei wird der Kopf des Pferdes extrem auf die Brust gezogen, um es gefügig zu machen. "Das Training mit der so genannten Rollkur ist schmerzhaft und erniedrigend", sagte PETA-Rechtsanwältin Davina Bruhn.

Totilas' Mitbesitzer Schockemöhle nannte die Vorwürfe "totalen Unfug", Reiter Rath hatte auf die Strafanzeige gelassen reagiert: "Es gibt Dinge, die bedürfen nicht einmal einer Kommentierung."

PETA kritisiert zudem die Haltung des Pferdes. "Zusätzlich lebt Totilas nach unseren Informationen in isolierter Boxenhaltung. Die aus dem Training resultierenden physischen und psychischen Belastungen können so nicht ausgeglichen werden", sagte Bruhn.

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