Pferdesport - Medikationsfall Werth: Schlecht fürs Image

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Durch die positive Probe bei einem Pferd von Isabell Werth hat das Ansehen des deutschen Reitsports Schaden genommen. "So ein Vorfall ist immer schlecht fürs Image, doch wir hoffen auf eine rasche Lösung des Falls", sagte Sportchef Dennis Peiler von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Werth ist mit fünf olympischen Goldmedaillen die erfolgreichste und bekannteste deutsche Dressur-Reiterin. Als am Freitag die Meldung von der verbotenen Medikation bei ihrem Top-Pferd El Santo die Runde machte, zeigte sich die Reitszene in den einschlägigen Foren geschockt. "Man muss jetzt erst einmal abwarten, was die Ermittlungen ergeben. Es ist ein schwebendes Verfahren. Deshalb kann man nicht mehr dazu sagen", meinte Reiter-Präsident Breido Graf zu Rantzau.

Werth beteurte, dass sie dem zwölf Jahre alten Wallach das in der A- und B-Probe nachgewiesene Magen-Medikament Cimetidin nie gegeben habe. Durch einen Defekt der Tränkeanlage soll die Substanz in den Körper des Pferdes glangt sein. El Santos vierbeiniger Stallnachbar Warum nicht war mit dem Medikament behandelt worden. Die sechsmalige Weltmeisterin hat umfangreiche Untersuchungen veranlasst, um das zu beweisen.

Eine dreiköpfige Disziplinarkommission muss nun prüfen, ob die Substanz tatsächlich aus der Tränkeanlage stammt. Im März steht das nächste Treffen an. Es gab schon mehrere Zusammenkünfte, da der Vorfall aus dem vergangenen Juni datiert.

Sollte die Kommission der Reiterin nicht folgen, muss Werth mit einer Sperre von einem Jahr rechnen. Diese Strafe droht laut Reglement bei einem Zweitverstoß innerhalb von vier Jahren. 2009 war die Rheinbergerin zu einer sechsmonatigen Sperre wegen Dopings verurteilt worden. Damals wurde bei ihrem Pferd Whisper das Psychopharmakon Fluphenazin nachgeweisen.

Dieses Mal handelt es sich nicht um einen Dopingfall, sondern um eine verbotene Medikation. Diese Unterscheidung gibt es nur im Reitsport. Die Verbände veröffentlichen Listen, auf denen Präparate nach verbotener Medikation oder Doping eingeteilt worden sind.

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