Pferdesport - FEI startet globale Kampagne für die Helmpflicht

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Der Reit-Weltverband FEI hat am Dienstag auf seiner Online-Seite eine weitere weltweite Kampagne für die Helmpflicht gestartet. Die FEI will damit erneut auf die großen Gefahren hinweisen, die der Verzicht auf einen Kopfschutz mit sich bringen kann. Die Kampagne beginnt begleitend zu der neuen verbindlichen Regelung im Turnier-Reitsport, die ab dem 1. Januar 2013 verbindlich das Tragen eines Helmes bei offiziellen Turnieren vorsieht. Die Helmpflicht hatte die FEI-Vollversammlung im Dezember vergangenen Jahres in Rio de Janeiro beschlossen.

"Die Helmpflicht ist ein bedeutender Schritt, unsere Athleten besser zu schützen", sagte FEI-Generalsekretär Ingmar De Vos, "die Gesundheit unserer Athleten - der Reiter und der Pferde - muss geschützt werden." Bereits in der Vergangenheit hatte die FEI in verschiedenen Kampagnen auf die Gefahren des Reitens ohne Helm hingewiesen.

Im deutschen Breitensport lautet das Motto: "Ohne Helm kein Reiten". "Wir haben in Deutschland rund 7700 Reitvereine und dazu etwa 4000 Mitgliedsbetriebe wie Reit- und Fahrschulen. Dort ist jeder Ausbilder angehalten, keinen Unterricht ohne Helm durchzuführen", sagte Thomas Ungruhe, Leiter des Fachbereichs Breitensport, Vereine und Betriebe im nationalen Verband FN, dem SID.

Kopfverletzungen bei Stürzen ohne Helm sind ein großes Problem im Reitsport. Weltweit für Schlagzeilen hatte 2010 der Trainingsunfall der US-Dressurreiterin Courtney King-Dye gesorgt, die sich bei einem Sturz schwere Hirnverletzungen zuzog. Die Olympia-Teilnehmerin von Peking 2008, die keinen Helm getragen hatte, lag vier Wochen im Koma. Anschließend musste sie das Sprechen und Gehen wieder lernen. 2016 will sie bei den Paralympics in Rio de Janeiro starten. "Ich glaube, mein Unfall war im Kampf um mehr Sicherheit nötig. Er hat gezeigt, dass man sich auch auf diesem Leistungsniveau schwere Kopfverletzungen zuziehen kann", sagte King-Dye.

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