NBA - Spurs schonen Stars, Strafe droht

Die San Antonio Spurs haben sich Ärger mit dem Boss der noramerikanischen Profi-Liga (NBA), David Stern, eingehandelt. Der viermalige Meister schonte im Spitzenspiel bei Titelverteidiger Miami Heat (100:105) gleich vier ihrer Stars und soll nun dafür bestraft werden. "Ich entschuldige mich bei den Fans", sagte Stern und kündigte gleichzeitig "kräftige Sanktionen" gegen das Team an.

Tony Parker, Tim Duncan, Manu Ginobili und Danny Green waren in Miami nicht dabei, sondern bereits vor dem letzten Spiel eines langen Roadtrips nach Hause geflogen. Trainer Gregg Popovich hatte gute Gründe, dem Quartett eine Pause zu gönnen. "Wir hatten in diesem Monat bis heute elf Auswärtsspiele. In den vergangenen fünf Tagen haben wir viermal gespielt. Es wäre nicht schlau gewesen, unsere Jungs einzusetzen", sagte der erfahrene Coach.

Die Tatsache, dass Popovich ausgerechnet im Spitzenspiel beim Champion auf seine Stars verzichtete, wertete Stern als Provokation. Und genau darauf hatten es die Spurs wohl auch angelegt. Dass die Reserve in Miami für reichlich Spannung sorgte, konnte den NBA-Commissioner nicht besänftigen. "Die Entscheidung der San Antonio Spurs war inakzeptabel", sagte der 70-Jährige.

Entscheidung fällt erst kurz vor Schluss

Etwas mehr als zwei Minuten waren noch zu spielen, da führte San Antonio im sechsten aufeinanderfolgenden Auswärtsspiel 98:93. Erst mit einem Kraftakt verhinderte Miami in der Schlussphase die drohende Niederlage. Ray Allen traf 22 Sekunden vor Schluss mit einem Dreier zum 100:98, die beiden Superstars LeBron James und Dwyane Wade machten danach mit verwandelten Freiwürfen alles klar.

Miami ist mit elf Siegen und drei Niederlagen im Osten Spitzenreiter. San Antonio (13:4) im Westen Zweiter.

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