Masters - Trump nach Comeback doch im Viertelfinale

Zwischenzeitlich schien Judd Trump schon geschlagen, aber am Ende schaffte er doch noch die Wende und setzte sich mit 6:5 gegen Barry Hawkins durch. Damit steht der Weltranglisten-Zweite im Viertelfinale des Masters und trifft dort auf Graeme Dott. Außerdem löste am dritten Tag im Alexandra Palace auch Shaun Murphy das Ticket für die zweite Runde. Er schlug Ricky Walden mit 6:4.

Das Duell zwischen Judd Trump und Barry Hawkins fing ganz untypisch an: Die ersten beiden Frames dauerten zusammen mehr als 55 Minuten. Hawkins war in Führung gegangen, doch Trump schaffte auf Schwarz den Ausgleich.

Danach fielen dann aber die von allen erwarteten Breaks. Nach einer 83 von Hawkins und einer 99 von Trump stand es zur Pause 2:2. Nach Wiederbeginn übernahm Trump dank einer 73 sogar erstmals die Führung. Danach bekam der Gewinner der International Championship aber Probleme mit seinen Einsteigern. Hawkins machte es besser und hatte nach Breaks von 109, 85 und 61 Punkten seinen Gegner mit 5:3 am Rand einer Niederlage.

Trump rechtzeitig wieder da

Judd Trump jedoch fand genau zum richtigen Moment zu seinem Spiel zurück. Eine 105 brachte ihn auf 4:5 heran. Im zehnten Frame hatten beide eine Reihe von Chancen. Barry Hawkins vergab die größte Siegchance, als er am Ende Blau verschoss. Mit Blau und Pink rettete sich Trump so in den Entscheidungsframe. Der war dann aber eine schnelle Angelegenheit: Hawkins erwischte beim Anstoß die Roten zu dick und Trump machte aus dieser Chance ein Break von 107 Punkten zum Sieg.

Shaun Murphy begann gegen Ricky Walden zwar mit einer 79, doch danach waren beide Akteure auf der Suche nach ihrem Spielfluss. Mit 3:1 für Murphy ging es in die Pause. Als Murphy nach Wiederbeginn aber mit einer 130 auf 4:1 erhöhte schien er das Spiel unter Kontrolle zu haben. Im nächsten Frame aber hatte er bei 41:0 Pech beim Split und Walden verkürzte mit einer 55. Danach wurde es wieder spannend, denn mit einem Top-Break von 65 Punkten schaffte Walden sogar den Ausgleich zum 4:4.

Murphy bleibt cool

Trotz der drei verlorenen Frames in Folge hatte Shaun Murphy in dieser Phase aber nicht allzu viele Fehler gemacht, und so punktete er auch kontinuierlich weiter; die erneute Führung war der Lohn.

Im zehnten Frame brauchte Walden schon Snooker, doch er bekam die vier Foulpunkte und hatte die Chance, eine "Re-spotted Black" zu erzwingen. Doch er verstellte sich auf Blau und gab beim Safe-Duell danach auch ein von Schiedsrichter Leo Scullion nicht bemerktes Foul zu, als er Schwarz touchiert hatte. Als Murphy dann auch noch Blau lochte waren Frame und Match entschieden.

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