Masters - Selby und Williams als Comeback-Könige

Der vierte Tag des Masters war der Tag der großen Comebacks. Am Abend lieferte Mark Selby einmal mehr einen seiner typischen Masters-Thriller ab und schaffte gegen Stuart Bingham nach einem 1:5-Rückstand noch einen 6:5-Sieg. Ein ähnliches Comeback hatte am Nachmittag schon Mark Williams hingelegt. Der lag gegen Matthew Stevens 1:4 hinten, bevor auch er fünf Frames in Folge gewann und 6:4 siegte.

Selby und Williams treffen nun im Viertelfinale im Alexandra Palace aufeinander.

Mark Selby hatte sich zwar den ersten Frame mit einer 63 geholt, doch dann glich Stuart Bingham mit einer 40er-Clearance bis Pink aus. Bingham gewann dadurch zunehmend an Sicherheit, während Selby die Präzision verlor und mehr und mehr Fehler einbaute. So zog Bingham dank Breaks von 55, 78 und 86 Punkten auf 5:1 davon und sah wie der sichere Sieger aus.

Mit dem Rücken zur Wand aber begann Mark Selby wieder Snooker zu spielen. Mit einer 57 zum 2:5 leitete er nervenstark die Wende ein, holte dann den achten Frame mit kleineren Breaks und erzwang mit Serien von 86 und 68 Punkten den Entscheidungsframe. Stuart Bingham hatte durchaus seine Chancen, doch das Comeback von Selby ließ ihn immer nervöser werden. So fand der 36-Jährige auch im letzten Durchgang nicht mehr seine Sicherheit; drei Zwanzigerbreaks reichten Selby, um sein Comeback zu krönen.

Konstanz bringt die Wende

Das vorletzte Achtelfinale hatte eine ähnliche Entwicklung genommen. In der ersten Hälfte der Partie lief bei Mark Williams nicht viel zusammen. Eine Lochquote von weniger als 70 Prozent und eine Quote von zeitweise elf Prozent bei den langen Bällen sind Beleg für die vielen Fehler, die er sich erlaubte. Von der „Welsh Potting Machine“ war nicht viel zu sehen. So zog Matthew Stevens mit einem Top-Break von 67 Punkten auf 4:1 davon; der "Welsh Dragon" überzeugte vor allem dadurch, dass er sehr konstant punktete, obwohl er den ersten Frame nur auf Schwarz und den zweiten auf Pink gewonnen hatte.

Matthew Stevens hatte sogar die Chance zur 5:1-Führung, als er im sechsten Frame eine 59 vorlegte. Doch Mark Williams kämpfte sich in den Frame zurück und gewann ihn auf Schwarz, nachdem Stevens weitere Chancen auf Grün und Braun vergeben hatte. Danach entglitt Stevens wieder einmal eine klare Führung. Mit einer 59 schaffte Williams den Anschluss, glich mit einer 24er-Clearance bis Pink aus und übernahm dank einer 68 erstmals die Führung. Seine wiedergewonnene Sicherheit im Lochspiel nutzte Mark Williams dann auch im zehnten Frame und machte da mit Breaks von 48 und 44 Punkten den Sieg perfekt.

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