Masters - Selby sichert sich die dritte Krone

Der Traum von der Titelverteidigung beim Masters ist für Neil Robertson auf der Ziellinie geplatzt. Mark Selby bezwang den Australier im Finale von London 10:6 und holte sich damit seine dritte Masters-Krone nach 2008 und 2010. Der Weltranglisten-Erste ist erst der sechste Spieler, der diesen Prestige-Titel mindestens drei Mal geholt hat.

Gleichzeitig wahrte er damit die Chance auf die Triple Crown, den Gewinn der drei wichtigsten Turniere (UK Championship, Masters und Weltmeisterschaft) in einer Saison.

"Ich habe zu viele Chancen liegen gelassen", analysierte Robertson nach dem Match. Es reichte für ihn aber auch nicht, weil Selby sich spielerisch gegenüber den Runden zuvor deutlich gesteigert hatte. "Neil hat in den Runden zuvor das beste Snooker von allen gezeigt", so Selby, "ich wusste, dass ich nur eine Chance hatte, wenn ich mich deutlich steigere."

Comeback von Robertson

Das gelang ihm. Im Endspiel zeigte er sowohl flüssiges Breakbuilding und gewann viele Frames aus einer Chance heraus, aber er erkämpfte sich auch wieder wichtige Frames Ball um Ball. Zu Beginn der entscheidenden Abendsession holte Selby die ersten drei Frames und sah bei einem Spielstand von 8:3 schon wie der sichere Sieger aus. Doch mit einer 74 leitete Neil Robertson sein Comeback ein, verkürzte dank einer 83 auf 5:8 und schaffte auf die Farben sogar das 6:8.

"Da hatte er wieder jede Chance", sagte Selby. Umso wichtiger war für den Engländer das 9:6, als Robertson nicht die benötigten Snooker schaffte und Selby mit Blau den Frame sicher machte. Die Entscheidung fiel im 16. Frame, als Robertson eine schwere lange Rote von der Bande verschoss. Mit einer 24er-Clearance bis Pink schaffte es Selby über die Ziellinie.

Erfolgreiche Schadensbegrenzung

In der ersten Session hatte Selby schon mit 3:0 und 5:1 geführt, ehe Neil Robertson doch noch auf 3:5 verkürzte. Allerdings hatte es der Australier verpasst, in einigen Frames aus seinen Break-Chancen mehr zu machen. Selby hatte einen umkämpften ersten Frame gewonnen, ehe er mit Breaks von 73 und 102 Punkten auf 3:0 davonzog. Mit einer 78 holte dann aber Robertson seinen ersten Frame.

Der flüssig spielende Selby erhöhte nach der Pause aber dank einer 84 auf 4:1. Im nächsten Durchgang legte Robertson zwar eine 45 vor, doch Selby schaffte trotzdem das 5:1, ehe der Titelverteidiger dank Serien von 63 und 72 Punkten erfolgreich Schadensbegrenzung betrieb.

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