Masters - Robertson klar weiter, Selby mit Thriller

Im Finale des Masters in London trifft Neil Robertson auf Mark Selby. Neil Robertson wahrte durch sein 6:2 in der Vorschlussrunde die Chance, als vierter Spieler nach Cliff Thorburn, Stephen Hendry und Paul Hunter den Masters-Titel erfolgreich zu verteidigen. Mark Selby setzte sich in der Vorschlussrunde wieder erst nach einem weiteren Thriller gegen Graeme Dott durch.

Nach einem 1:4-Rückstand gewann Selby doch noch mit 6:5.

Neil Robertson dominierte die Wiederauflage des Vorjahresfinales komplett. Shaun Murphy gab durch seine vielen Fehler immer wieder Chancen aus der Hand. In vielen Frames war er es, der als erster in ein Break fand, musste sich am Ende aber mit einem Top-Break von 48 Punkten begnügen – zu wenig, um einen Frame sicher zu machen.

Ganz anders Neil Robertson: Der brillierte mit Breaks von 84, 132, 85 und 127 Punkten. Aber der Australier hatte auch Biss, wenn ihm kein hohes Break gelang: Im vierten Frame brauchte er schon Snooker, holte sich dann aber die Foulpunkte und räumte von Grün bis Schwarz ab.

Murphy vergibt Chancen

Nach der Pause verkürzte Shaun Murphy zwar auf 3:3, doch damit konnte er Neil Robertson nicht stoppen. Im achten Frame lag der Engländer auch schon mit 56:6 vorne und hatte später auf Gelb ebenso noch mehrere Chancen zum Framegewinn, aber erneut nutzte er die nicht. Robertson räumte die sechs Farben ab und landete so seinen klaren und verdienten Sieg.

Mark Selby strapazierte ein weiteres Mal die Nerven seiner Fans, darunter auch seine Frau Vikky auf der Tribüne im Alexandra Palace, um spät in der Nacht doch wieder als großer Triumphator dazustehen. Dabei hatte das Halbfinale gegen Graeme Dott für Selby unglücklich angefangen: Im ersten Frame lag er zwar schon mit 0:51 hinten, kämpfte sich aber wieder heran, um dann doch am Ende Schwarz zu verschießen.

Dott hatte keine Mühe, Schwarz für die Führung zu lochen. Dann schaffte Selby zwar mit einer 79 den Ausgleich, doch danach bekam Dott Match und Gegner in den Griff. Mit Breaks von 111 und 75 Punkten führte er zur Pause mit 3:1.

Schreckensmoment für Dott

Nach Wiederbeginn erhöhte Graeme Dott zwar auf Pink auf 4:1, doch sein Lauf war dahin. Im sechsten Frame vergab er Schwarz zum 5:1 und kassierte das 2:4; das hinterließ Spuren beim Schotten. Selby schaffte anschließend in einem mehr als 51 Minuten dauernden Frame auch den Anschluss.

Als sich auch der achte Frame zu einem solchen Kampf entwickelte öffnete Dott entnervt den Pulk, so dass Selby zum 4:4 ausglich. Danach aber hielten die Nerven von Dott wieder. Mit einer Re-Spotted Black ging er erneut in Führung.

Im zehnten Frame kam dann aber der Schreckensmoment für Graeme Dott. Nach einer genialen Kombination, mit der er auch die Roten öffnete, verschoss er Braun. Mark Selby nutzte die Gunst der Stunde und glich mit einer 65 erneut aus. Anschließend legte der zweifache Masters-Champion mit einer 53 den Grundstein zum Sieg und ließ sich den Erfolg nicht mehr nehmen.

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