Masters - Higgins nervenstark, Dott mit Energie

Am Tag der Schotten erreichten John Higgins und Graeme Dott das Viertelfinale beim Masters in London. Higgins ließ sich auch durch einen 0:2-Rückstand nicht vom Kurs abbringen und präsentierte sich beim 6:3 über Ali Carter nervenstark. Graeme Dott dagegen lieferte sich gegen Stephen Maguire ein episches Duell und setzte sich nach mehr als vier Stunden reiner Spielzeit mit 6:5 durch.

John Higgins startete denkbar bitter in sein Auftaktmatch gegen Ali Carter. Im ersten Frame verschoss der Schotte nach einem 59er-Break bei 63:0 Schwarz, um dann mit ansehen zu müssen, wie Carter mit einer 64er-Clearance in Führung ging.

Im zweiten Frame brauchte der Captain gar schon zwei Snooker, aber er holte sich die Foulpunkte und setzte sich erneut auf Schwarz zum 2:0 durch. Mit einer 117 zum 1:2 zeigte Higgins aber, dass mit ihm noch zu rechnen war. In den nächsten drei Frames lochte Carter nur einen einzigen Ball, als Higgins unter anderem mit einer 97 auf 4:2 davonzog.

Wieder spannend wurde das Match, als Ali Carter im siebten Frame dank einer 83 auf 3:4 verkürzte. Doch der achte Frame, der mehr als 38 Minuten dauerte und von einem verbissenen taktischen Duell geprägt war, brachte die Vorentscheidung. John Higgins biss sich durch und zog auf 5:3 davon. Im neunten Frame hatte zwar Carter die erste Chance, doch nach 54 Punkten verschoss er einen schweren pink Ball. Nach ein paar Safeties bekam Higgins seinen Einsteiger und blickte danach nicht mehr zurück: Mit einer 65 holte der "Wizard of Wishaw" den Frame auf Schwarz und damit auch das Match.

Dott: Masters-Serie hält

Beim rein schottischen Duell zwischen Graeme Dott und Stephen Maguire blieb vieles Stückwerk. Obwohl Maguire mit 110 und 131 zwei Centuries ablieferte und Dott ebenfalls eine 92 schaffte fanden beide kaum zu einem flüssigen Spiel. Die 92 von Dott im siebten Frame zum 4:3 war ein wahres Kampfbreak, in dem er sich jeden Ball hart erarbeiten musste. Der achte Frame war dann auch wieder sehr zäh und bei Maguire war der Frust so groß geworden, dass er den Durchgang aufgab, obwohl er noch keine Snooker benötigte.

Dafür kassierte Stephen Maguire zwar die fällige Verwarnung von Schiedsrichter Terry Camilleri, doch danach spielte er wieder befreiter auf und erzwang so den Entscheidungsframe. Der aber war dann ein Wechselbad der Gefühle für beide Akteure und mit fast 45 Minuten auch der längste Frame im gesamten Match. Erst auf die Farben setzte sich Graeme Dott durch und erreichte so zum dritten Mal in Folge und zum vierten Mal insgesamt das Viertelfinale beim Masters.

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