Lorenzo: "Rossi setzt mich nicht unter Druck"

Bis Ende 2007 hatte Valentino Rossi seine Teamkollegen klar im Griff. Die Triumphe seiner Boxennachbarn waren ein Bruchteil von dem, was Rossi auf der Strecke erreichte. Doch 2008 sollte sich das ändern. Jorge Lorenzo ersetzte Colin Edwards und rüttelte ungeniert am Thron des "Doktors". Bereits beim ersten MotoGP-Rennen seiner Karriere holte sich Lorenzo die Pole-Position, was Teamleader Rossi ganz und gar nicht schmeckte.

Bis zur Auflösung des Duos Rossi/Lorenzo tobte ein erbitterter Kampf im Yamaha-Werksteam. Barcelona 2009 und Motegi 2010 waren die absoluten Highlights dieser Ära. 2013 geht das Duell in eine neue Runde. Wie stark Altmeister Rossi nach zwei sieglosen Jahren bei Ducati sein wird, ist allerdings noch offen.

Unterschätzt wird "Vale" von Weltmeister Lorenzo sicher nicht. Andererseits gibt sich der Spanier ziemlich gelassen: "Ich ändere auf Grund meiner Gegner nicht mein Training. Ich habe vor allen Gegnern einen großen Respekt, vor allem vor denjenigen, die bereits Weltmeister waren. Valentino hat viele Titel geholt und mehr als 100 Rennen gewonnen", erklärt er der 'La Gazzetta Dello Sport'
"Doch ich werde nichts anders machen."

Rossi ist auch ohne Siege der klare Publikumsliebling. Dem ist sich auch der amtierende Weltmeister bewusst: "Er ist charismatisch, lustig und hat sehr viele Fans. Doch das setzt mich nicht unter Druck. Den hatte ich 2002, als ich mit 15 Jahren in die Weltmeisterschaft kam. Ich musste Ergebnisse vorzeigen, um in dieser Welt eine Zukunft zu haben. Nach vier Titeln, die ich gewonnen habe, ist das, was in der Zukunft passiert, lediglich eine Art Zugabe", so der Yamaha-Werkspilot.

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