Liga - Real-Schock: Ronaldo vor Absprung?

Riesiger Frust bei Cristiano Ronaldo: Laut der spanischen Zeitung "AS" fühlt sich der Superstar von Real Madrid vom Verein, der Mannschaft, dem Verband und den Schiedsrichtern zu wenig gewürdigt und geschützt. Zudem missfällt dem Portugiesen die Sonderbehandlung, die Barcelonas Lionel Messi dagegen genieße. Ronaldo soll jetzt offenbar sogar über einen Vereinswechsel nachdenken.

Eine gute Nachricht gab es für José Mourinho: Cristiano Ronaldo ist am Samstagabend in der Partie gegen Athletic Bilbao wieder einsatzbereit. Der Ellbogencheck, den der Portugiese von Levantes David Navarro hatte einstecken müssen, ist verdaut, die Platzwunde über dem linken Auge anständig verheilt. Und die Sehstörungen sind überwunden. Dennoch war es vielleicht diese kleine Karambolage, die sich zur schlechten Nachricht für Mourinho entwickeln könnte: Denn Ronaldo will offenbar weg von Real Madrid.

So vermeldet es die spanische Sportzeitung "AS", wonach sich der Superstar weder von seinem eigenen Verein noch dem spanischen Fußballverband oder den Schiedsrichtern genug gewürdigt und geschützt fühlt. Einzig Mourinho lässt Ronaldo bei seinem Rundumschlag außen vor, er stünde immer voll und ganz hinter ihm.

Von Verein, Verband, Team und Schiris zu wenig gewürdigt

Der Verein, so berichtet die "AS" würde Ronaldo nicht genug vor Angriffen der Öffentlichkeit schützen und dieser beklage sich offenbar auch über zu wenig Rückendeckung von den eigenen Mannschaftskollegen. Barcelona würde sich dagegen immer vor Lionel Messi stellen, soll Ronaldo monieren und die gleiche Behandlung von Real für sich einfordern.

Außerdem nimmt es "CR7" dem spanischen Verband übel, dass nicht er, sondern Messi von ihnen zum Spieler der Saison gewählt wurde. Dabei habe doch er 46 Tore erzielt und sei Meister geworden und nicht Messi. Und genauso unfair empfinde es Ronaldo, dass Messi von den Schiedsrichtern mit Samthandschuhen angefasst würde. Angeblich würden diese beim kleinen Argentinier schon ein Foul pfeifen, wenn der Gegenspieler noch einen Meter von Messi weg sei.

Bei ihm selbst, so bemängelt es Ronaldo, würden die Schiedsrichter oft tatenlos zusehen, wie er immer wieder Tritte und unnötige Spielhärte ertragen müsse. Wie eben zuletzt gegen Levante, als sein Gesicht ramponiert wurde. Ob es nur aufgestaute Wut beim Superstar ist oder die Wechselabsicht konkret wird, muss sich zeigen. Fest steht, dass Teams wie Paris Saint Germain oder Manchester City Cristiano Ronaldo wohl jederzeit und zu jedem Preis verpflichten würden.

Kaká will bleiben

Auch Kaká ist wieder in den Kreis der begehrten Spieler aufgerückt. Der Brasilianer ist offenbar im Visier des AC Mailand, das verzweifelt versucht, den freien Fall zu stoppen. Dafür habe laut "AS" Geschäftsführer Adriano Galliani bei Real Madrid nicht nur wegen eines Transfers von Raul Albiol und Ricardo Carvalho, sondern auch locker wegen Kaká angefragt. Obwohl sich die Italiener dem Mittelfeldakteur ohnehin nicht leisten können.

Und seit dieser bei Mourinho wieder eine Rolle spielt, haben sich die Wechselgedanken auch bei Kaká derzeit erledigt: "Mourinho und ich haben eine sehr professionelle Beziehung zueinander. Ich fühle mich in Madrid wohl und es würde mir gefallen, meinen Vertrag zu erfüllen." Der läuft noch bis zum Sommer 2015.

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