Liga - Noch tausendmal schöner als er

Auf seinen Blitz-Hattrick innerhalb von zehn Minuten gegen Getafe setzt sein Dauerrivale Lionel Messi mal eben einen Viererpack: Cristiano Ronaldo rauft sich einmal mehr seine schönen Haare - und sinnt auf Rache im direkten Duell. Am Mittwoch treffen Real Madrid und der FC Barcelona im Halbfinale der "Copa del Rey" aufeinander.

Sieben Stunden konnte er sich wie ein Held fühlen.

Cristiano Ronaldo brannte gegen den FC Getafe ein regelrechtes Feuerwerk ab - Gegner, Mitspieler, Trainer Jose Mourinho: Sie alle sahen nur staunend zu.

Der Portugiese traf beim 4:0 für Real Madrid in der 62., 65. und 72. Minute - mit diesem Hattrick unterbot er seine eigene Real-Bestmarke vom 22. Oktober 2011, als er innerhalb von 16 Minuten gegen Malaga dreimal getroffen hatte.

Mit seinen Saisontreffern Nummer 19 bis 21 knackte der 27-Jährige mit dem 20. Hattrick seiner Karriere auch die 300-Tore-Marke in Klubspielen. Nach fünf Toren für Sporting Lissabon, 118 für Manchester United schraubte er seine Bilanz für Real auf 179 Treffer in die Höhe. In 121 Ligaspielen für Real hat Ronaldo bislang 133 Tore erzielt.

Aber Lionel Messi, hinter den Bergen, bei Barcas Zauber-Zwergen strahlte am Sonntag noch tausendmal schöner als er.

Alte Bestmarke überboten

Denn der Argentinier konterte seinen Dauer-Rivalen beim 5:1 des souveränen Spitzenreiters FC Barcelona mit satten vier Toren aus. "La Pulga" pulverisierte mit seinem elften Ligaspiel in Folge mit mindestens einem Treffer auch gleich noch einen Rekord. Messi überbot die 16 Jahre alte Bestmarke des Brasilianers und ehemaligen Barca-Stars Ronaldo (10 Spiele).

Ein weiteres Kapitel dieses Fußball-Märchens in der seit Jahren andauernden Rivalität der beiden Superstars war damit perfekt. Der eine extrovertiert und auf sein Äußeres bedacht, der andere bescheiden und bodenständig. Allein durch ihre Gegensätze bieten "CR7" und Messi ausreichend Stoff für Geschichten.

Die Protagonisten selbst sehen den Wettstreit zwischen ihnen jedoch gar nicht so verbissen. "Es gibt keinen Streit zwischen uns, nur Respekt", hat Messi, der 2009, 2010, 2011 und 2012 zum besten Fußballer der Welt gekürt wurde, schon oft klargestellt.

Blatter: "Das ist großartig"

Den Vergleich zwischen ihnen findet auch FIFA-Präsident Sepp Blatter unglaublich spannend. "Wir stehen vor zwei Männern mit einer unterschiedlichen Spielweise, einer unterschiedlichen Morphologie und vielleicht auch mit einer unterschiedlichen Personalität. Das ist gut für den Fußball", schwärmte der 76-Jährige.

Der Kampf darum zu bestimmen, wer der beste der Welt und wer der zweitbeste sei, habe auch etwas mit Fußball zu tun. Blatter meint: "Der Fußball kann nicht nur einen Typ Spieler haben. Stellen Sie sich vor, beide wären wie Messi oder beide wären wie Ronaldo. Es würde nicht gut gehen. Sie sind genau das Gegenteil und ich denke das ist großartig für den Fußball, zwei solche Persönlichkeiten zu haben."

Video: Torbruch - wie einst in Madrid

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