Leichtathletik - London ködert Bolt mit Steuer-Entlastung

Der Start von Usain Bolt im Juli in London stand lange in Frage, da er unverhältnismäßig hohe Steuern bezahlen sollte. Bei einem geschätzen Antrittsgeld von 250.000 Euro wären auf den Olympiasieger über 100 Meter etwa das Doppelte an Steuerkosten zugekommen. Um den Jamaikaner doch noch zur großen Olympiarevanche zu empfangen, lenkte die britische Regierung ein.

Hintergrund der kuriosen Sachlage ist ein britisches Gesetz, welches vorsieht, dass Sportler nicht nur Steuer auf die Gage, sondern auch auf die gesamten Jahreseinkünfte abführen müssen. Nun jedoch die große Kehrtwende.

Es wird eine Ausnahmeregelung für den Jamaikaner und seine Leichtathletik-Kollegen geben. "Die Regierung ist entschlossen, alles zu tun, um das Olympischen Erbe zu sichern, und ich freue mich, diese Ausnahme zu gewähren," erklärte Finanzminister George Osborne im "Daily Telegraph".

Trotz der Intervention von Osborne steht die Zusage von Bolt weiter aus. "Ich denke, das Meeting ist etwa zwei Wochen vor den Weltmeisterschaften (in Moskau), was ziemlich spät ist, aber es ist London, und es ist das Olympiastadion. Das hat natürlich seine Attraktion", sagte sein Agent Ricky Simms.

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