Kuusamo - Freund nach zweitem Saisonsieg im Gelben Trikot

Skispringer Severin Freund hat im finnischen Kuusamo den vierten Weltcup-Sieg seiner Karriere gefeiert. Eine Woche nach seinem Erfolg in Lillehammer siegte der 24-Jährige mit Sprüngen auf 134,5 und 135,5 m (266,1 Punkte) vor Dmitri Wassiljew (Russland/265,4) und Simon Ammann (Schweiz/255,7). Mit 215 Punkten übernahm der Bayer zudem das Gelbe Trikot des Gesamtweltcup-Führenden.

Severin Freund hat seinen beeindruckenden Höhenflug auch in der "Kältekammer Kuusamo" fortgesetzt. Der 24-Jährige eroberte in Nordfinnland mit seinem zweiten Saisonsieg das Gelbe Trikot des Gesamtweltcup-Führenden vom Österreicher Thomas Morgenstern zurück.

"Ich bin richtig ins Fliegen gekommen. Das war nur noch Vergnügen", sagte Freund, der eine Woche nach seinem Erfolg in Lillehammer zum vierten Mal in seiner Karriere ganz oben auf dem Treppchen stand. Damit gehört der Bayer endgültig zum engsten Favoritenkreis bei der Ende Dezember beginnenden Vierschanzentournee.

"Das war toll. Ich habe immer an Severin geglaubt, er ist derzeit unser bester Springer. Er hat im Sommer super gearbeitet und die Spur aufgenommen. Er hat es heute verdient", sagte Bundestrainer Werner Schuster. Mit Sprüngen auf 134,5 und 135,5 m (266,1 Punkte) trotzte Überflieger Freund den Temperaturen von minus 15 Grad und verwies den Russen Dmitri Wassiljew (265,4) und Simon Ammann (Schweiz/255,7) auf die Plätze.

Wellinger überzeugt erneut

Erneut stark präsentierte sich zudem Senkrechtstarter Andreas Wellinger (Ruhpolding/253,5). Der 17-Jährige landete bei seinem erst dritten Weltcup-Springen zum zweiten Mal auf dem fünften Platz. "Das waren zwei super Sprünge. Das hätte ich nie geglaubt", sagte der Youngster. "Andreas zeigt einfach keine Nerven", lobte auch ARD-Experte Dieter Thoma.

Zur Halbzeit hatten sogar vier DSV-Adler unter den Top Ten gelegen. Doch Andreas Wank (Oberhof/231,7) und Michael Neumayer (Berchtesgaden/216,2) fielen noch auf die Plätze 13 und 19 zurück. "Es wäre heute sogar mehr möglich gewesen. Ich bin daher froh, dass zumindest einer durchgekommen ist. Das war ein super Wochenende", sagte Schuster. Erst am Freitag hatten die DSV-Adler auch das Teamspringen vor Topfavorit Österreich gewonnen.

Morgenstern verpasst den zweiten Durchgang

Pech mit den Wind hatte Richard Freitag (Aue). Der Hoffnungsträger musste sich mit 208,3 Punkten und Rang 21 begnügen. Erneut in die Punkte sprang Karl Geiger (Oberstdorf/188,7) auf dem 26. Platz. "Ich möchte die Schuld nicht auf den Wind schieben. Mein Absprung war etwas instabil, das hat sich im Sprung aufgeschaukelt", sagte Geiger. Leer ging als einziger DSV-Alder Danny Queck (Lauscha) aus, der als 35. weiter auf seinen ersten Weltcup-Punkt wartet.

Im Gesamtweltcup liegt Freund mit 215 Punkten nun vor Tournee-Sieger Gregor Schlierenzauer (Österreich/182), der sich in Kuusamo mit dem undankbaren vierten Platz begnügen musste. Auf Rang drei rutschte Olympiasieger Thomas Morgenstern (Österreich/140) ab, der überraschend den zweiten Durchgang verpasste. Wellinger (104) folgt auf Platz sieben.

Bereits am Sonntag steht für die Skispringer die Heimreise an, weiter geht es am kommenden Wochenende in der russischen Olympiastadt Sotschi.

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