Int. Fußball - Eto'o fürchtet Mordanschlag aus eigenen Reihen

Superstar Samuel Eto'o bangt um sein Leben. Der Kameruner äußerte in einem Video-Interview mit dem Internet-Magazin "Je Wanda" die Vermutung, dass ihn Mitglieder des kamerunischen Fußballverbands (FCF) gerne tot sehen würden.

"Führungskräfte des kamerunischen Verbandes wollten mich töten. Ich lebe mit einigen bewaffneten Bodyguards, einer von ihnen schläft sogar vor meiner Tür. Das mache ich nicht, weil ich ein reicher Schnösel bin, sondern zum Schutz", so der Angreifer, der sein Geld aktuell bei Anschi Machatschkala in der ersten russischen Liga verdient.

Eto'o ist ein großer Kritiker des eigenen Verbandes und wurde Ende 2011 intern mit einer achtmonatigen Sperre belegt, da man ihn als Rädelsführer eines Spieler-Boykotts einer Partie gegen Algerien ausfindig machte.

Nach Ablauf der Sperre lehnte der Stürmer eine Berufung in den Nationalmannschaftskader ab und prangerte in einem offenen Brief die amateurhaften Strukturen im Landesverband an.

Gift im Essen?

"Der Verband hat uns lange genug in finanziellen Angelegenheiten belogen", so der 31-Jährige. "Anstatt den Fußball im Interesse aller zu verwalten, geht es bei ihnen nur um Scheinaufträge, First-Class-Flüge und unauffindbare Bankkonten in Europa." Nach einigen Wirren kehrte der Volksheld im November 2012 ins Dress der "Unbezähmbaren Löwen" zurück. Allerdings mit einem mulmigen Gefühl: "Ich esse nicht zusammen mit meinen Kollegen in der Nationalmannschaft, damit man mir kein Gift ins mein Essen mischen kann", äußerte Eto'o sein Misstrauen.

VIDEO: Eto'o redet über Todesdrohung

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